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Virtualbox

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Inhaltsverzeichnis

1 Allgemeines

VirtualBox ist wie VMWare oder VirtualPC eine Software, die einen PC innerhalb eines Betriebssystems emuliert. So kann man z.B. Windows als Gast im Wirt Linux starten. Auf diese Weise kann man sich das Rebooten oder eine eigenständige Installation des Gastsystems ersparen - entsprechende Lizenzen vorausgesetzt. Das Programm ist für Windows und Linux erhältlich.

Ab der Version 2.0 unterstützt VirtualBox auch 64-Bit-Gastsysteme, wenn auch der Wirt ein 64-Bit-System ist.

2 Installation

2.1 Open Source Edition

VirtualBox kann direkt aus den Paketquellen installiert werden. Das dort angebotene Paket ist allerdings die Open Source Edition, die leicht im Leistungsumfang beschnitten ist, vor allem hinsichtlich der Verwendung von USB-Geräten.

sudo apt-get install virtualbox-ose

2.2 Proprietäre Version

Paketquelle

Sun bietet eigene Paketquellen, über die VirtualBox immer aktuell gehalten werden kann. Dazu muss folgende Zeile in die sources.list eingefügt werden:

deb http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian intrepid non-free

Je nach verwendeter Version von Ubuntu kann dies abweichen, einen Überblick verschafft die Projektseite.

Anschließend muss die Quelle bestätigt und APT aktualisiert werden:

wget -q http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian/sun_vbox.asc -O- | sudo apt-key add -
sudo apt-get update

Zum Installieren kann man dann einen der folgenden Befehle nutzen.

Version 1.6.6

sudo apt-get install virtualbox

Version 2.0

sudo apt-get install virtualbox-2.0
Download

Die proprietäre Version hat vollen Funktionsumfang und muss direkt von der Seite des Herstellers als .deb-Paket heruntergeladen und installieren werden. Es gibt für jede Ubuntu-Version eine extra Paket:

sudo dpkg -i virtualbox-2.0.*.deb

Auch die letzte stabile Version der 1.6er-Serie wird dort noch zum Download angeboten.

2.3 Gruppenzugehörigkeit

Damit der Benutzer Virtualbox starten und nutzen darf, muss er in die Benutzergruppe vboxusers .

Überprüfen in welchen Gruppen der Benutzer ist:

groups

Benutzer zu vboxusers hinzufügen:

sudo usermod -a -G vboxusers user_name

Die Option -a ist wichtig, da sonst alle anderen Gruppenzugehörigkeiten verloren gehen. Dann ist ein Arbeiten mit Root-Rechten (Gruppe admin) nicht mehr möglich. Im Anschluss muss der X-Server neu gestartet werden.

3 Virtuelle Maschine erstellen

Zunächst muss Virtualbox gestartet werden. Danach führen folgende Schritte zu einer neuen virtuellen Maschine:

  1. Neu
  2. Name » Name der virtuellen Maschine eintragen
  3. BS-Typ
    1. Kernel 2.6 bzw. Windows XP; ab Version 1.6 von Virtualbox wird hier auch eine Reihe von Distributionen aufgeführt, nicht nur ein bestimmter Kernel
  4. Größe Hauptspeicher » 512 MB
  5. Boot Festplatte » Neu
    1. Dynamisch wachsend
      1. damit wird auf der realen Festplatte nur der Speicherplatz belegt, der auch wirklich verbraucht wird
      2. das virtuelle System hat die gesamte angegebene Größe zur Verfügung
    2. Name
      1. Name des Verzeichnisses, das als Festplatte angesprochen wird
      2. wird per Default in /home/user/VirtualBox/VDI/name gespeichert; Verzeichnis kann angepasst werden
    3. Größe des Abbilds
      1. Größe des Verzeichnisses und damit die der Festplatte, die dem virtuellen Ubuntu zur Verfügung stehen wird

Nach dem Abschluss des Assistenten, erscheint die neue virtuelle Maschine in der Übersicht von Virtualbox.

4 Virtuelle Maschine einrichten

Die gewünschte virtuelle Maschine muss links markiert werden, rechts können dann die Einstellungen für diese vorgenommen werden. Dazu werden im Reiter Details folgende Einstellungen vorgenommen:

4.1 Allgemein

4.2 CD/DVD-ROM

Hier können dann die Laufwerke aktiviert werden, die später dem Gastsystem zur Verfügung stehen sollen. Für die Installation wird zunächst das ISO-Abbild eingebunden von Ubuntu ein. Das erspart das Brennen des ISOs auf CD, da das File auf diese Art wie eine Festplatte angesprochen wird.

4.3 Audio

4.4 Netzwerk

4.5 Gemeinsame Ordner

Hier können Verzeichnisse definiert werden, die sowohl vom Gast als auch vom Wirt gemeinsam genutzt werden können, um z.B. Daten miteinander auszutauschen. Im Windows-Gast können diese dann als Netzlaufwerk eingebunden werden:

Im Feld Ordner gibt man den Pfad zum Gemeinsamen Ordner ein

\\vboxsvr\ordner_name

Nach dem Bestätigen erscheint das Verzeichnis als Laufwerk im Explorer.

Wird Linux als Gast und Wirt eingesetzt, kann die Verbindung am besten mittels ssh hergestellt werden.

5 Virtuelle Maschine starten

Zum Starten muss nur auf die Schaltfläche Start geklickt werden. Die Installation startet, dann von CD bzw. dem als CD angesprochenen ISO.

6 Starten des virtuellen Systems

Die so erstellte virtuelle Maschine lässt sich aus VirtualBox heraus oder per folgendem Befehl in der Konsole starten:

VBoxManage startvm name

7 Installation der Gasterweiterungen

Gasterweiterungen bieten eine erhöhte Leistung der virtuellen Maschine und erhöhen die Komfortabilität des Arbeitens. So muss nicht extra die Host-Taste gedrückt werden, um den Mauszeiger aus der Umgebung der virtuellen Maschine zu lösen.

Um die Gasterweiterungen zu installieren, klickt man auf:

Danach werden die Gasterweiterungen automatisch heruntergeladen und als CD-Laufwerk (ISO-Image) ins System eingebunden. Je nach verwendeten Gast-System können sie dann auf unterschiedliche Weise installiert werden.

Windows
Linux
mount /media/cdrom
cd /media/cdrom
sudo ./VBoxLinuxAdditions.run
Nach einer Aktualisierung von VirtualBox müssen die Gasterweiterungen neu installiert werden.

8 Kernel Update

Nach einem Kernel-Update müssen auch die Kernel-Module von VirtualBox neu eingerichtet werden, da sich das Programm ansonsten nicht starten lässt-

8.1 Open Source Edition

Anstatt sich nur das spezielle Paket der Module für eine Kernel-Version zu installieren, sollte man sich folgendes Paket installieren:

sudo apt-get install virtualbox-ose-modules-generic

Dieses Paket installiert automatisch die neueste Version der Kernel-Module.

Sollte diese noch nicht in den Paketquellen verfügbar sein, hat man zwei Möglichkeiten. Entweder man wählt bis zur Verfügbarkeit den alten Kernel im Startmenü des GRUB aus, oder erstellt dieses Module selber.

Dazu muss der Quellcode für die virtualbox-ose und der Module-Assistant installiert werden.

sudo apt-get install virtualbox-ose-source module-assistant

Im Anschluss können dann die Module erstellt werden:

sudo m-a update && m-a prepare
sudo m-a a-i virtualbox-ose

Die Module lassen sich dann mit dem folgenden Befehl zur Laufzeit einbinden:

sudo modprobe vboxdrv

Damit sie auch beim nächsten Systemstart automatisch verfügbar sind, müssen sie in die /etc/modules eingetragen werden. Diese Konfigurationsdatei regelt, welche Kernel-Module beim Systemstart geladen werden sollen. Sie muss in einem Texteditor mit Root-Berechtigung bearbeitet werden:

sudo nano -w /etc/modules

Dort wird in eine neue Zeile nur vboxdrv eingetragen.

8.2 Proprietäre Version

Um die Kernel-Module der proprietären Version zu erneuern, wird das mitgelieferte Setup-Programm genutzt:

sudo /etc/init.d/vboxdrv setup

Alternativ kann man auch vor einem Kernel-Update VirtualBox (also das vom Hersteller herunter geladene Paket) über die Paketverwaltung deinstallieren.

sudo dpkg -r virtualbox

Anschließend führt man das Kernel-Update durch und installiert sich die VirtualBox neu. Dies geschieht dann wieder mit folgendem Befehl auf dem Terminal:

sudo dpkg -i virtualbox_version.deb

Die alten Einstellungen bleiben erhalten: Man muss also nicht bei jedem Kernel Update Windows (oder ein anderes Gast Betriebssystem) neu installieren. Die Konfiguration der VirtualBox ist in folgender Datei gespeichert: /home/benutzer_name/.VirtualBox

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