Seit ganz kurzer Zeit bin ich ja Super Moderator im ubuntu-forum.de, etwas länger schon Wiki-Moderator. Als Mensch, der nicht wirklich was auf Titel gibt, so sie nicht direkt mit einer höheren Besoldungsstufe verbunden sind
, erwähne ich dies nur, weil ich seit dem auch öfter darauf “angesprochen” werde. Aufgefallen ist mir die Tatsache aber schön früher:
Es kommt nicht selten vor, dass man als arrogant hingestellt wird, nur wenn man seine Antworten etwas knapper fast und den ein oder anderen Link (ja, es darf auch etwas mehr sein) in diese einfließen lässt. Dieses beziehe ich jetzt nicht nur auf mich, aber nur für mich kann ich reden.
Meine Sicht der Dinge ist da etwas anders, auch wenn ich jetzt etwas sehr weit dafür ausholen muss.
Schon nach kurzer Zeit als registrierter User im o.g. Forum stellte ich fest, dass sich eine Vielzahl der Themen und Fragen ähneln, um nicht zu sagen, deckungsgleich sind. Ein Schelm, wer sich böses bei denkt und den jeweiligen Thread-Erstellern unterstellt, dass sie einfach nicht die Suche oder das Wiki genutzt haben. Viele Themen wären da erst gar nicht (oder wieder mal) zur Sprache gekommen. Gern genommen sind da zum Beispiel die Bereiche:
- Wie richte ich meine Grafikkarte ein?
- Warum ist mein Ubuntu nicht komplett in deutsch?
- Warum kann ich keine MP3´s abspielen?
- Wie kann ich ein bestimmtes Programm installieren?
- Warum funktioniert die Installation von xyz.exe nicht?
Sei es drum, als Gut-Mensch geh ich halt mal von einer gewiss(en) herrschenden Euphorie und auch Unsicherheit aus, so dass man als Einsteiger lieber mal genau nachfragt.
Soweit ja kein Problem. Da ich aber schon immer pragmatisch veranlagt war, habe ich mir recht früh auf wordpress.com einen Blog zugelegt, einzig und allein um eben die Antworten auf diese immer wiederkehrenden Fragen parat zu haben und auch mal die eine oder andere Notiz für mich selber zu hinterlassen. Da ein Blog aber für solche Sachen mehr schlecht als recht geeignet ist, legte ich mir eine Domain zu und installierte dort unter anderem auch die MediaWiki-Software, bestens geeignet für die soeben erklärten Zwecke. Ein kleiner positiver Nebeneffekt war es, dass ich die für mich geschriebenen Artikel nur noch minimal anpassen musste und so größtenteils auch ins Wiki einfließen lassen konnte. So nahm die Sache ihrem Lauf und der Kreis schließt sich.
Von mir selbst kann ich behaupten, dass ich meine Artikel akribisch genau zusammenstelle und ein Menge Zeit in Recherche und nicht zuletzt die optische Aufbereitung stecke. Ebenfalls bin ich mir sicher, dass dies auch bei vielen anderen Wiki-Autoren der Fall ist, schließlich steht man mit seinem (User-) Namen dafür
. Dies gilt natürlich nicht nur für die beiden genannten Wikis, sondern auch für eine Unmenge anderer, oft auch privater Natur. Gerade “öffentliche” Wiki´s, die an Foren angeschlossen sind, unterliegen zudem noch einer gewissen Qualitätskontrolle durch die Community.
Erwähnen und zugeben muss ich allerdings auch, dass egal wie genau ich arbeite, sich immer ein Fehler einschleichen kann und wenn es sich nur um einen Tippfehler handelt. Am Rande sei da auch erwähnt, dass es im Interesse des jeweiligen Nutzers liegt, auch zu hinterfragen, was denn nun der Befehl genau bedeutet, den er im Terminal absetzt.
Abgesehen von diesen kleinen Makeln kann ich also zusammenfassend sagen, dass ich als Wiki-Autor und Mensch, mich in meiner Freizeit hinsetze und Probleme und deren Lösung in einem Artikel zusammenstelle, meist noch Hintergrundinformationen zusammensuche und dann versuche, diese kindge einsteigerfreundlich zu verfassen. Das führe ich jetzt nur als Beispiel an und stellvertretend für diejenigen an, die selber Anleitungen zu Problemlösungen schreiben, sei es in einem Wiki, im eigenen Blog oder aber in einem Forenthread.
Warum aber beschreibe ich dies hier so ausführlich? Nun, ganz einfach, dies sind die Gründe warum ich nicht jedes Mal eine Lösung haarklein in einen Thread poste, sondern oft auf Wiki-Einträge verweise.
Bitte, ich möchte nicht, dass dieser Artikel als Schrei nach Liebe, Aufmerksamkeit oder Bauch-Pinseln gewertet oder verstanden wird. Wenn ich etwas schreibe, dann erledige ich dies aus freien Stücken, weil ich es möchte. Ich brauche dafür keine Lob- oder Dankeshymnen - was ich allerdings noch weniger brauche, sind Kommentare, dass man als langjähriger Linuxnutzer sich ruhig mal dazu herab begeben kann und einen User an die Hand nehmen und alles haarklein erklären. Nö - so funktioniert das eben nicht, ein gewisses Maß an eigenständigem Denken und Handeln muss schon erfüllt werden.






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