In meinem letzten Artikel habe ich mich ein wenig über die Problematik rund um OpenOffice.org ausgelassen. Da ich nur über Sachen schreiben kann, die ich auch kenne, habe ich mir den neuen Fork von OpenOffice.org namens LibreOffice installiert und schon ein wenig damit gearbeitet.
…ein zugegebener Maße provokativer Titel für einen längst überfälligen neuen Blogeintrag.
Seit Oracle die Übernahme von Sun gelang, reißen die Meldungen rund um die ehemals zu Sun gehörenden OpenSource-Projekte nicht ab. Und für mich kommt einmal mehr ein bitterer Bei– bzw. Nachgeschmack hinzu.
Rund um Java gibt es Klagen, Abos für die freie MySQL-Datenbank werden für die günstigste Version mehr als verdreifacht (dabei ist nicht einmal Support enthalten), die ehemals von Sun zur Verfügung gestellten Build-Server für die alternative freie Datenbank PostgresSQL wurden abgestellt, das freie Unix OpenSolaris ist bereits Geschichte. Mancherorts wird Oracle bereits als Bad Company und legitimer Erbe Microsofts oder gar SCOs gehandelt. Einzig über die Zukunft der Virtualisierungslösung VirtualBox konnte ich noch nicht viel lesen. Richtig viel Staub wurde aber rund um das Vorzeigeprodukt der OpenSource-Szene OpenOffice.org aufgewirbelt.
Manchmal kommt es vor, dass OpenOffice.org unerwartet beendet wird. In solchen Fällen greift die programmeigene Wiederherstellungsroutine beim nächsten Programmstart. Manchmal kommt es dann aber auch vor, dass diese Aktion fehl schlägt.
Seit geraumer Zeit bietet OpenOffice.org ja auch eine native Unterstützung für KDE an, mit nun ja — mäßigem Erfolg wie ich finde. Die Oberfläche im “Normalbetrieb” funktioniert ja noch irgendwie. Schon in der Statusleiste und den Einstellungen zeigt sich, dass die Anpassungen nicht ganz gelungen sind.