Bei Gentoo gab es eine Menge zu lernen, eine stage1-Installation braucht eine Menge Geduld, Neugier und Mut zur Lücke. Nicht zu vergessen auch jemanden, den man so richtig schön mit seinen Problemen nerven kann. Hatte ich schon Geduld erwähnt?
Dafür wird man aber auch mit tiefen Einblicken in Funktionsweisen von Hard- und Software belohnt, die man aber leider gar nicht alle behalten kann. Pluspunkte sammelt Gentoo auch mit recht einfachen Art, Software und deren Abhängigkeiten per emerge zu installieren. Das dauert dann halt nur. Gentoo brachte auch eine Menge an Funktionalität mit, was k3b auf einmal alles brennen und xine abspielen konnte.
Auf Grund von Hardware-Wechsel stieg ich dann für eine (kurze) Weile auf Sabayon um. Diese Distribution basiert auf Gentoo und soll besonders im Bereich Multimedia punkten. Auf jeden Fall nimmt sie einem bei der Installation eine Menge Kompilierarbeit ab. Das bezahlt man dann aber mit einem recht aufgedunsenen System. Außerdem wäre für jedes Update wieder Kompilieren angesagt oder eben Warten auf den nächsten Release.
So rechte Lust, Gentoo wieder von vorn zu installieren, verspürte ich allerdings nicht. Was nutzt mir mein super optimiertes System, wenn es den lieben langen Tag vor sich hinkompiliert. Den Zeitgewinn, den ich dann beim Ausführen der Programme erreiche, macht den Zeitverlust während der Installation niemals wett.
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