Die Document Foundation hat den ersten „Release Candidate“ von LibreOffice 3.5 freigegeben.
Der RC kann im Bereich für Testversionen auf libreoffice.de werden. Laut Ankündigung kann die neue Version neben einer bestehenden installiert werden. Das erfolgt im Verzeichnis /opt. Dort wird für jede Hauptversion jeweils ein Unterverzeichnis angelegt. Soweit funktioniert das auch.
Unter KDE SC muss ich, wie in den LibreOffice-Versionen zuvor, noch die Datei libstdc++.so.6 entfernen/umbenennen. Anderenfalls wird die grafische Oberfläche ziemlich hässlich dargestellt.
Meine Seite über die Installation habe ich entsprechend angepasst.
Die Desktop-Integration wurde bei mir „zerschossen“. Das heißt, dass im Startmenü nur noch die Einträge der neuen Version vorhanden sind. Auch im Pfad ist nur noch libreoffice3.5 vorhanden. Will ich also die „alte“ Version starten, muss ich über den kompletten Pfad:
/opt/libreoffice3.4/program/soffice
gehen oder mir einen entsprechenden Starter basteln.
Die beiden Versionen können auch nicht gleichzeitig laufen.
Nach dem ersten Start stelle ich fest, dass die zuletzt benutzten Dokumente nicht mehr vorhanden sind. Ebenfalls nicht mehr vorhanden sind die Einstellungen für meine Java-JRE und der Duden Korrektor (s.u.). Meine persönlichen Angaben und andere Einstellungen existieren allerdings noch. In meinem Benutzerverzeichnis finde ich auch nur ein Konfigurationsverzeichnis für LibreOffice. Komisch.
Bisher habe ich noch nicht so viel mit dem neuen LibreOffice gemacht. Im Writer sticht mir allerdings direkt ins Auge, dass Kopf– und Fußzeilen nun direkt im Dokument bearbeitet werden können. Die graue Umrandung ist zugunsten von dezenteren Ecken abgeschafft worden. Schwebt der Mauszeiger über einer dieser Ecken, wird eine Schaltfläche eingeblendet. Über diese kann dann die Fuß– bzw. Kopfzeile bearbeitet werden.
Wie oben schon beschrieben, fehlt der Duden Korrektor nach der Installation. Da hilft alles nix, die Erweiterung muss ich komplett neu installieren. Zuvor muss ich allerdings auch noch die Java-JRE einrichten.
Danach versieht der Korrektor seine Arbeit auch wieder wie gewohnt.
Subjektiv scheint mir LibreOffice um einiges schneller zu laufen und vor allem auf Eingaben zu reagieren. Die direkte Bearbeitung der Kopf– und Fußzeilen finde ich überaus praktisch. So muss ich mich nicht mehr quer durch die Menüs klicken.
Genaueres gibt´s in den offiziellen Release-Notes (RC1) im Projekt-Wiki (3.5 allgemein).