Logo

Unity: Startverhalten optimieren

Schlagwörter: Autostart, Unity

Seit ein paar Wochen habe ich Ubuntu, respek­tive Unity, auf meinem Sam­sung NC10 instal­liert. Nach einer Weile habe ich mich mit dem unity-eigenen Bedi­enkonzept ange­fre­un­det. Nun finde ich es eigentlich richtig gut, zumin­d­est aber einen Schritt in die richtige Rich­tung – für mobile Endgeräte, wohlgemerkt.

Eines hat mich allerd­ings gestört:

Meine Instal­la­tion ist vol­lver­schlüs­selt und ich bin auch der einzige Nutzer auf dem Net­book. Daher (und nur deswe­gen) aktiviere ich die pass­wort­lose Anmel­dung. Im Unity-Standard ist das aber de facto sin­n­frei, da ohne einen vernün­fti­gen Login direkt das Pass­wort für den Schlüs­sel­bund abge­fragt wird. Dies liegt an den Pro­gram­men, die Unity stan­dard­mäßig startet. Klicke ich ganz rechts oben auf den Schal­ter, gelange ich zu dem Menüpunkt Startprogramme... In der Standard-Konfiguration wer­den dort aber nicht viele, längst nicht alle ges­tarteten Pro­gramme angezeigt.

Daher aktiviere ich zunächst die kom­plette Anzeige (via) der Pro­gramme im Autostart

cd /etc/xdg/autostart/ && sudo sed --in-place 's/NoDisplay=true/NoDisplay=false/g' *.desktop

Nun wird die Anzeige gesprächiger. Alles, was ich nicht für sin­nvoll erachte, deak­tiviere ich zunächst. Dabei sind auch alle Pro­gramme, die ein Pass­wort spe­ich­ern. Meine Überlegung ist, dass wenn diese Pro­gramme ges­tartet wer­den, sie den Schlüs­sel­bund aufrufen. Da ich unter­wegs zumeist offline bin, wer­den so auch noch Ressourcen geschont:

  • Aktu­al­isierungs­be­nachrich­ti­gung (meine Updates mache ich semi-automatisch per Kon­sole – das Pro­gramm blockt eher noch meinen gewoll­ten Zugriff auf APT)
  • Auf neue Hard­ware prüfen
  • Bluetooth-Verwaltungm
  • Chat
  • Daten­sicherungsüberwachung (dafür nutze ich auch eigene Mech­a­nis­men)
  • GNOME Login Sound (bähäää Wink)
  • sämtliche Pro­gramme, deren Unter­ti­tel GNOME-Schlüsselbunddienst beinhaltet
  • Gwib­ber
  • Net­zw­erk (danach steht das Netzwerkmanager-Applet nicht mehr zur Ver­fü­gung, s.u.)
  • Ubuntu One
  • Zeit­geist Datahub

Wie oben geschrieben, deak­tiviere ich auch den Net­zw­erk­man­ager. Zum einen läuft er sonst ständig im Hin­ter­grund mit. Zum anderen ruft er für das Spe­ich­ern der WPA-Passphrase auch den Schlüs­sel­bund auf. Um den­noch schnell mein Net­zw­erk starten zu kön­nen, habe ich mir ein kleines Script geschrieben und auf die Arbeits­fläche ver­linkt. Darin lasse ich die Net­zw­erkkarte aktivieren (via Samsung-Tools) und danach das Applet starten. Das Script und dessen Ein­bindung erk­läre ich in einem fol­gen­den Artikel.

Die Kon­fig­u­ra­tio­nen für die deak­tivierten Pro­gramme befinden sich übrigens unter:

$HOME/.config/autostart

Die dort liegen­den .desktop–Dateien wer­den aus­ge­le­sen. So wird bes­timmt, ob ein Pro­gramm ges­tartet wer­den soll oder nicht. Löscht man diese Dateien, greifen wieder die sys­temweiten Ein­stel­lun­gen und alle zuvor deak­tivierten Pro­gramme wer­den wieder automa­tisch ges­tartet. Eigene hinzufügte Autostart-Programme wer­den so natür­lich auch wieder gelöscht.

Geschrieben am 29.11.2011 von Sven in Linux, Netbook, Programmtipp · 1 Kommentar
Trackback ·  Permanent Link

Trackbacks/Pingbacks

  1. […] Unity: Startver­hal­ten optimieren […]

Dein Kommentar

wird nicht veröffentlicht


Diese Seite und ihr Inhalt unterliegen, sofern nicht anders gekennzeichnet, einer Creative Commons-Lizenz.
cclicense
top