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Ubuntu: VMWare vs. VirtualBox

Schlagwörter: Unity, VirtualBox, VMware

Ich wollte in den let­zten Tagen Unity aus­pro­bieren – weil eben alle Welt darüber meck­ert. Gle­ichzeitig habe ich mir überlegt, mal wieder etwas mit VMWare zu machen. Die VMWare-Produkte habe ich nicht mehr genutzt, seit Vir­tu­al­Box eine echte Alter­na­tive gewor­den ist. Das dürfte also schon vor eini­gen Jahren das let­zte Mal der Fall gewe­sen sein.

So richtig kosten­los ist ja nur der VMWare-Player. Kosten­los bedeutet in diesem Fall allerd­ings nicht frei. Vor dem Down­load muss ich mich erst mit Namen und gültiger E-Mail-Adresse bei VMWare reg­istri­eren. Erst danach gibt’s auch einen Download-Link. Dort wer­den dann aber auch ver­schiedene Pakete für unter­schiedliche Sys­teme ange­boten. Ich suche mir den 64-Bit-Player als DEB-Paket herunter und instal­liere ihn.
Anders als der Name ver­muten lässt, kann ich mit dem Pro­gramm auch ein virtuelles Sys­tem instal­lieren. Dazu nutze ich als ein Standard-Ubuntu, in der 32-Bit-Variante.
Vir­tu­al­Box instal­liere ich mir direkt über die von Ora­cle zur Ver­fü­gung gestellte Paketquelle.

Die Instal­la­tio­nen ver­laufen in bei­den Pro­gram­men unauf­fäl­lig. Allerd­ings lässt sich im VMWare-Player nur der Unity-2D-Modus nutzen. Eine 3D-Beschleunigung ist nicht ver­füg­bar – obwohl ich die entsprechende Option für die VM aktiviert ist und die Gaster­weiterun­gen instal­liert sind. Damit ist der VMWare-Player prinzip­iell schon raus Smile.
In Vir­tu­al­Box mit Gaster­weiterun­gen funk­tion­iert die 3D-Beschleunigung, Unity läuft so auch ein­wand­frei im 3D-Modus.

Kurz zusam­menge­fasst sind mir die fol­gen­den Dinge beson­ders pos­i­tiv bzw. neg­a­tiv aufge­fallen:
Im VMWare-Player funk­tion­iert Drag and Drop von Dateien zwis­chen Wirts– und Gassys­tem ein­wand­frei. Auch die bei­den Zwis­chen­abla­gen (Markieren von Text und STRG+C) wer­den voll unter­stützt. Da kann Vir­tu­al­Box nicht punk­ten. Der Aus­tausch von Dateien funk­tion­iert nur über die soge­nan­nten Gemein­samen Ord­ner, Drag and Drop – Fehlanzeige. Text muss hier auch per STRG+C in den Zwis­chen­spe­icher geladen wer­den.
Der Seem­less Mode (Vir­tu­al­Box) bzw. Unity (VMWare Player), also die Anzeige geöffneter Fen­ster des Gasts direkt im Wirt, wirkt in Vir­tu­al­Box geschmei­di­ger.
Das Ein­binden von USB-Peripherie funk­tion­iert schein­bar im Player etwas kom­fort­abler. Die USB-Unterstützung ist in Vir­tu­al­Box nur als pro­pri­etäres Plug-in ver­füg­bar. Die Lizenz erlaubt die kosten­lose Nutzung auch nur im pri­vaten und schulis­chen Bere­ich.
Das Killer-Feature von Vir­tu­al­Box ist in meinem Szenario ganz klar die funk­tion­ierende 3D-Beschleunigung – die ich für das Testen von Unity natür­lich benötige.

Ganz kurz noch Ubuntu und Unity:
Mir gefällt das Bedi­enkonzept auf meinem Net­book eigentlich ganz gut. Ich habe es nun als Ersatz für Kubuntu instal­liert, weil es mir ein­fach mehr Platz zum Arbeiten lässt. Außer­dem finde ich die Konzen­tra­tion auf Tas­tenkürzel auf dem Net­book recht nüt­zlich – auch im KDE habe ich vieles ähnlich eingestellt. Auf dem Desktop-Rechner bleibt allerd­ings Kubuntu instal­liert. Damit habe ich ein­fach mehr Möglichkeiten und Freiheiten.

Geschrieben am 20.11.2011 von Sven in Linux, Netbook, Programmtipp · 0 Kommentare
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