So kurz vor einem Release geht ja wieder die große Panik los: Wie soll ich mein (K-/X-/L-) Ubuntu nur auf den aktuellen Stand bringen?! Soll ich überhaupt?! Upgrade? Neuinstallation? Whatever?
Für dieses Ereignis habe ich mich schon vor geraumer Zeit auf (m)ein Vorgehen festgelegt:
$HOME und eine Handvoll anderer Dateien via rdiff-backup auf eine andere Festplatte sichern/, /home etc.) jeweils einzeln, auf eine externe Festplatte mit CloneZilla klonendo-release-upgrade auf den neuen Stand bringenMein $HOME sichere ich separat, schon aus Prinzip und direkt automatisch bei jedem Rechnerstart. Bei Versionsupgrades habe ich diese Sicherung auch schon benötigt. Damals hatte eine neue Version eines Programms die alte Konfiguration zerschossen. Die konnte ich so leicht zurücksichern.
Den Klon meines Systems fertige ich auch unregelmäßigen Abständen an. Das ist dann mehr Disaster Recovery denn Backup. Aber genau so ein GAU kann beim Upgrade schon mal passieren. Neben einem Upgrade-Fehler kann unter Umständen auch das neue System zu vorhandener Hardware inkompatibel sein. Das Klonen meines Systems ist für mich die Vorbereitung für Tests oder Upgrades aller Art. Selbst im Worst Case habe ich innerhalb einer halben Stunde mein gewohntes System wieder zurück.
Im Internet und diversen Foren kursieren verschiedene Anleitungen und Meinungen, wie ein Upgrade durchgeführt werden sollte/könnte. Das geht vom einfachen Ändern der Versionsbezeichnung in der /etc/fstab bist hin zum GUI-gestützten Aktualisierungsvorgang.
Ich boote dafür immer in den RecoveryModus → Root-Shell mit Netzwerkzugang. Dadurch minimiere ich das Risiko, dass während das Vorgangs irgendein Programm abstürzt. Dort starte ich dann do-release-upgrade. Das ist im Prinzip selbsterklärend. Vor allem aber befreit es mich von den notwendigen Vorarbeiten, wie:
Der Vorgang selbst dauert so um die zwei Stunden – abhängig von System und Netzwerk. In der gesamten Zeit, in der ich so vorgehe, ist mir jedes Upgrade auf verschiedenen Systemen gelungen. Eine Garantie ist das freilich nicht, dafür ist der Vorgang auch viel zu systemspezifisch.
Zusammenfassend geschrieben würde ich immer versuchen, mein bestehendes System zu aktualisieren. Sollte wirklich etwas schief gehen, kann ich immer noch auf meinen Klon zurückgreifen – oder neu installieren. Außer zwei Stunden hätte ich dann nicht viel verloren. Gewonnen habe ich aber ein aktuelles System, das ich nicht weiter anpassen oder in Teilen nachinstallieren muss.
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Finde ich lustig, ich nutze auch (K)Ubuntu als System.
Gratulation zu der guten Seite, Namensvetter. 