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Ätzend: XServerupdate lässt Bildschirm schwarz bleiben

Schlagwörter: ATI, Treiber, XServer

Zunächst: Ich bin mir nicht ganz sicher, woran es genau liegt. Der Fehler trat allerd­ings auf 2 ver­schiede­nen Rech­n­ern auf. Bei bei­den ist eine ATI-Grafikkarte ver­baut, beide nutzen den pro­pri­etären Treiber, auf bei­den wurde ein XServer-Update durchge­führt und bei bei­den blieb der Bild­schirm ab KDM schwarz.

Beim ersten Mal habe ich noch ver­sucht, mich von außen per SSH auf dem Patien­ten einzu­loggen — ohne Erfolg, eine Verbindung kam nicht zus­tande. Auch das Booten im Recovery-Modus brachte kein Ergeb­nis, auch dabei hängte sich der Rech­ner auf.

Also habe ich flux von einer beliebi­gen Live-CD gebootet und ver­sucht, an der xorg.conf herumzu­dok­torn — ziem­lich erfol­g­los, sprich der Bild­schirm blieb ein­fach schwarz — ganz egal, was ich versuchte.

Des Prob­lems Lösung
Um wieder Herr meines Rech­n­ers zu wer­den, musste ich den pro­pri­etären Treiber erneut instal­lieren. Dazu habe ich Fol­gen­des ausgeführt:

Als erstes musste ich die xorg.conf auswech­seln. Also musste ich erneut von Live-CD booten.

Ich nutze für solche Anlässe gerne die CloneZilla-CD¹. Die bootet schnell und ist als Karmic-Image ver­füg­bar. Nach dem Booten breche ich die Sicherung ab und wech­sle in die Kom­man­dozeile. Dann mounte ich meine Linux-Root-Partition:

sudo -s
mkdir test
mount /dev/sda1 test

Dabei muss man natür­lich darauf achten, dass die Par­ti­tion­snum­mer kor­rekt ist. Anschließend wech­sle ich in X-Verzeichnis der Fest­platte (!, nicht der CD):

cd test/etc/X11

Dort liegen eine Menge xorg.confs herum. Das ist natür­lich abhängig von den Ein­stel­lun­gen, die man mit dem ATI-Catalyst-Kontrollzentrum macht. Die aktuelle sichere ich mir sicher­heit­shal­ber Devil :

mv xorg.conf xorg.conf-`date +%F`

Anschließend kommt die xorg.conf für alle Fälle zum Einsatz:

cp xorg.conf.failsafe xorg.conf

Die fail­safe hat fol­gen­den Inhalt, falls sie nicht auf dem eige­nen Sys­tem vorhan­den sein sollte:

Section "Device"
 Identifier      "Configured Video Device"
 Driver          "vesa"
EndSection
 
Section "Monitor"
 Identifier      "Configured Monitor"
EndSection
 
Section "Screen"
 Identifier      "Default Screen"
 Monitor         "Configured Monitor"
 Device          "Configured Video Device"
EndSection

Nach diesen Arbeiten habe ich den Rech­ner rebootet. So kon­nte ich mich zumin­d­est anmelden. Anschließend habe ich dann nur noch den Treiber instal­liert (herun­terge­laden von ati.com) und installiert:

chmod u+x ati-driver-installer-*.run
sudo ./ati-driver-installer-*.run

Anschließend habe ich ein­fach das automa­tis­che Setup aus­gewählt und den Rech­ner neu gestartet.

Zum Ende bleibt nur noch die Frage nach dem Schuldigen offen — XServer oder ATI-Treiber Pissed Off .

_ _

¹ Alter­na­tiv bietet sich auch der [[Alternate_Installation/Rettungswerkzeuge|Rettungsmodus]] der Alternate-CD an. Mit dem kann man direkt in eine Root-Shell booten und muss nicht hin– und hermounten.

Geschrieben am 27.11.2009 von Sven in Aktuelles, Linux · Kommentare deaktiviert
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