Vor kurzem wurde im Developer-Blog von [[Wordpress]] darauf hingewiesen, dass für die am 10. November 2008 (heute) angekündigte neue Version von WordPress als Beta-Version heruntergeladen und zum Testen eingesetzt werden kann. Da ich mir einiges vom umgebauten Admin-Backend versprach, habe ich mir die die Version direkt auf meinem heimischen Testrechner installiert. So wollte ich schon im Vorfeld die Verträglichkeit mit meinen Plugins und dem Theme testen. Positiv ist, dass sowohl Theme, als auch die meisten Plugins funktionieren. Die Plugins, die nicht funktionieren, sind aber allesamt durch das neue Design oder neue Funktionen ersetzt worden. Das werde ich später noch an geeigneterer Stelle weiter ausführen. Bevor nach einer Aktualisierung die eigenen Plugins wieder aktiviert werden, sollte man einen Blick auf diesen Abschnitt werfen.
Um es kurz zu machen, ich war von der Beta soweit überzeugt, dass ich sie direkt auf meinem Live-Server installiert habe. Ein Schritt, den ich auf meinem semi-produktiven Rechner eigentlich nicht gehen wollte
.
Die Aktualisierung verlief genau wie ich es im [[Wordpress#Aktualisierungen|Wiki]] beschrieben habe. Wie immer die Warnung:
:!: Sichert vor der Aktualisierung sämtliche Daten! :!:
Für die folgenden Versionen von WordPress scheint 2.7 den Grundstein zu legen, um den Ablauf wesentlich zu vereinfachen. Ab jetzt kann man die Aktualisierung bequem aus dem Backend erfolgen:
Tools » Aktualisieren
Das Verfahren entspricht in etwa der Aktualisierung von Plugins. Zumindest in der Beta wird allerdings selbst direkt nach dem Update eine aktuellere verfügbare Version gemeldet. Es besteht aber weiterhin die Möglichkeit, Aktualisierungen auf die altbewährte Weise einzuspielen. Dafür wird ein Downloadlink auf des WordPress-Paket angeboten.
Nach der Anmeldung präsentiert sich das 2.7er Dashboard in einem völlig neuen Look. Fast alle Menüs befinden sich links in einer Leiste. Die kann man auf Wunsch auch auf Icon-Größe schrumpfen lassen. In diesem Fall bekommt man die Untermenüs als seitliche Ausklappmenüs angezeigt.
Das allgemeine Konzept scheint/ist sehr gut durchdacht. Viele der optischen Änderungen kommen dem allgemeinen Handling zu Gute. Abhängig von der Seite, auf der ich mich gerade im Backend befinde, kann ich über den Button Screen Options festlegen, welche Elemente mir angezeigt werden sollen. Die angezeigten kann ich in bester Web 2.0-Manier fast nach Belieben platzieren und ein– bzw. ausklappen lassen.
Im Seitenkopf kann ich jederzeit per Knopfdruck einen neuen Artikel anlegen oder Kommentare moderieren. Für ganz eilige Zeitgenossen gibt es die Möglichkeit, direkt vom Dashboard aus einen Artikel schnell zu verfassen.
Auch und vor allem in diesem Bereich bringt das neue Design einige Vorteile. Zudem kann man jetzt Artikel auch als sticky setzen. Dann werden sie immer, unabhängig vom Erstellungsdatum, auf der Blog-Startseite angezeigt.
Folgende Plugins konnte ich von meiner Liste streichen:
In der Administration werden übersichtliche und schicke Drop-Down-Felder anstatt der üblichen Navigation angezeigt.
Dieses Plugin wurde durch das neue Design und die damit verbundene seitliche Menü-Leiste ersetzt.
Der Administration-Bereich hat eine Beschränkung von 980 Px in der Breite. Diese Beschränkung wird durch das Plugin aufgehoben. Damit kann die ganze Monitorbreite in Anspruch genommen werden.
Eine Beschränkung der Breite existiert in diesem Sinne nicht mehr. Die einzelnen Seiten können meist frei angepasst werden, wie oben beschrieben.
Dieses Plugin erlaubt das Bearbeiten von Kommentaren.
WordPress 2.7 ermöglicht das Bearbeiten der Kommantere direkt aus dem Dashboard.
Dieses Plugin erleichtert das Uploaden und Einbinden von Grafiken. Es erweitert die Upload-Funktionatalität von WordPress und kann so zum Beispiel automatisch Thumbnails generieren und Tags vergeben.
Flexible Upload ist in dieser Beziehung ein Sonderfall. Seit der Version 2.6 von WordPress wird stets eine Fehlermeldung angezeigt. Eine Lösung vom Autoren selber scheint nicht in Sicht zu sein. Allerdings bietet dieser engagierte Nutzer eine Version mit Bugfix zum Download an. Das Spezielle daran ist, dass laut den Ausführungen auf der Webseite ein automatisches Update weiterhin möglich ist, sollte denn eines erscheinen.
Warum ich die Plugins direkt am Anfang erwähnte, ist relativ leicht erklärt. Vor einem Upgrade soll man sämtliche Plugins deaktivieren. Ich möchte verhindern, dass eventuell ein Plugin zu viel zu Beginn aktiviert wird. Das kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass das Backend so fehlerhaft angezeigt wird, dass man keine Menüs mehr auswählen kann. Sollte das der Fall sein, muss man per FTP die Plugins aus dem Plugin-Ordner löschen, die im Verdacht stehen, die Probleme zu verursachen.
Auch bei den Plugins gab es einige Neuerungen.
Plugins können weiterhin über das Backend direkt aktualisiert werden. Es ist nun aber auch möglich, sie zu direkt löschen oder direkt zu installieren. Dazu bietet die WordPress einen integrierten Plugin-Browser. Der ist meiner Meinung nach aber noch in Suche und Darstellung verbesserbar.
Dieser Artikel soll keinen kompletten Bericht über die Neuerungen in WordPress 2.7 darstellen. Dazu wurde an zu vielen Ecken und Enden gebastelt, als dass ich diese hier alle einzeln aufzählen könnte oder wollte. Er soll einfach einen Einblick auf das geben, was meiner Meinung nach am gelungensten ist. Viele Sachen sind mir beim einfachen Durchklicken durch das Backend positiv aufgefallen. Etwa die Darstellung der Übersicht finde ich überaus gelungen, ebenso wie Ansicht und deren Einstellmöglichkeiten für bestehende Artikel, Seiten und Links.
Negativ fiel mir auf, dass die Anzeige der WordPress-Statistik nicht mehr in die Übersicht integriert werden kann. Ebenso hätte ich mir gewünscht, dass von Haus aus möglich wäre, Antworten auf Kommentare als Thread darzustellen. Da aber jeder Benutzer in diesem Bereich seine eigenen Präferenzen hat, gibt es die Möglichkeit, WordPress durch Plugins zu erweitern.
Eine Aktualisierung auf Version würde ich uneingeschränkt empfehlen — wobei im Einzelfall die Kompatibilität der eigenen Plugins getestet werden muss.
[…] wurde, ist sie nun doch erschienen. Da ich ja nicht warten konnte und mir schon vor Wochen die Beta zu 2.7 installierte, erschien die Meldung nebst komfortabelster Upgrade-Möglichkeit direkt im Dashboard. […]