pinsel
linie
Sonntag, 6. April 2008 Uhr

:lol: Ich kann nicht mehr! Habe mich geirrt und mich beim Lachen über die Tatsache, dass die Abkürzung gOS tatsächlich für good Operating System steht, total verausgabt. OK, die Tatsache, dass ich mit meiner Interpretation der Abkürzung falsch liege ist mir bekannt - ändern werde ich es nicht, sie ist die passendere und lügen tu ich nicht :-D .

Als den letzten der ersten Kandidaten habe ich noch das Betriebssystem von Google auf meiner Liste - GoogleOS oder wie ich es ab jetzt nennen werde: Alles-nur-geklaut-und-das-schlecht-OS. Wobei ich dabei geklaut nicht im Sinne von Diebstahl sehe, sondern eher im Sinne von abkupfern.

Dass gOS in weiten Teilen auf Gutsy Gibbon basiert, ist ja einigermaßen bekannt. Aber dass die Änderungen, die von Google vorgenommen worden sind, dermaßen negativ ins Auge stechen, ist für den Daten-Kraken und Software-Giganten mehr als traurig.

Um ehrlich zu sein, ich muss gestehen, dass ich gar keine Lust habe, diesen Artikel zu verfassen - es ist die Zeit einfach nicht wert. Da ich aber ein gründliches Kerlchen bin, zieh ich es eben durch :D .

Schon das GRUB-Menü ist recht einfallslos eingegrünt worden, wie allgemein das gesamte Standard-Theme. Die unglückliche Wahl der Schriftgröße für das Logo tut ihr übriges. Ebenso quietsch-grün präsentiert sich sowohl der Desktop des Live-, als auch des installierten Systems.

grub

Um das System zu installieren, kommt der Installer von Ubuntu zum Einsatz. Die Installation an sich verläuft analog zu der von Ubuntu und dauert ebenfalls um die 20 min.

Nach dem die Installation abgeschlossen und das System gebootet ist, funktioniert das vorher ausgewählte Tastaturlayout nicht mehr. Ein Umstand, der die wiederholte Passworteingabe nicht gerade erleichtert. Warum wiederholt? Zum Einen muss der Benutzer ja angemeldet werden. Das GDM-Menü ist übrigens sehr spartanisch gehalten, auf sämtlich Auswahlknöpfe wurde verzichtet. Um eine Auswahl treffen zu können, muss ich F10 drücken und diese Vorgehensweise vorher erst einmal herausfinden.

Zum anderen muss ich mich auch schon direkt nach der endlich geglückten Anmeldung verifizieren, da gOS seine Goolge-Toolbar auf dem Desktop installieren will. Dazu benötige ich natürlich die root-Berechtigung. Lustig ist der in den Ladezeiten auftretende braune Ubuntu-Hintergrund.

So weit, so gut, der sich danach bietende Anblick haut mich fast vom Stuhl. Die eben mühsam installierte Toolbar dominiert hässlich den gesamten Desktop. Das Gros der im Dock und im Startmenü angebotenen Programme sind einfache Aufrufe des Firefox, bei denen jeweils andere Adressen im Internet aufgerufen werden, wie Wikipedia, GMail etc. Zugegeben einige der Icons sind recht hübsch.

Ich suche und öffne noch eben ein Terminal und schau mir die sources.list an. Dort werden sämtliche Gutsy-Repos genannt, zuzüglich einer Google-Quelle. Ich nehme an, dass man dort die schicken grünen Wallpaper bekommen kann.

Die Mühe, Gasterweiterungen zu installieren und das Tastaturlayout anzupassen, mach ich mir gar nicht erst. Weg damit!

Fazit: Das erspare ich mir.

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