
Die Virtualisierungssoftware Virtualbox wechselt den Besitzer und gehört nun zu Sun´s Imperium. Gleichzeitig wird eine neue Version (1.6) veröffentlicht. Diese erste Version unter neuen Fahnen verspricht viele neue Features und Verbesserungen. Zudem wurde ja schon vor längerer Zeit die LTS Hardy Heron von Ubuntu und Xubuntu veröffentlicht. Beide Systeme fristen noch in der Version Gutsy Gibbon ihr virtuelles Dasein auf meiner Festplatte. Zusammen genommen sind das Gründe genug, um alles komplett neu zu installieren.
Na ja, streng genommen, habe ich schon die 1.6er Version von VirtualBox installiert. Nebenbei erwähnt stellt Sun dafür keine nativen Paketquellen mehr zu Verfügung. Dafür gibst´s aber für alle Ubuntu-Versionen, angefangen bei Dapper Drake, eine extra Debian-Paket zum Downloaden und Installieren und dies auch jeweils für 32-Bit- und 64-Bit-Betriebssysteme. Neben diversen anderen Linux-Distributionen werden auch Installationsdateien für Solaris, Windows und erstmals auch Mac OS angeboten.
Aber back2topic.
Wie geschrieben hatte ich die 1.6er Version schon installiert. Doch mit meinen bereits installierten Systemen, allen voran natürlich Windows, wollte das Ganze nicht wirklich korrespondieren. Vorher funktionierte zumindest der Vollbildmodus (STRG + F) noch. Auch die Netzwerkordner, als Gemeinsame Ordner freigegebene Verzeichnisse meines Kubuntu-Systems, ließen sich nicht mehr verbinden. Dieses Problem ließ sich durch erneutes Erstellen der Netzlaufwerke zwar beheben, doch für das erste Problem gab es keine Lösung. Auch das Entfernen der Gasterweiterungen und die Installation der aktualisierten brachte keine Verbesserung.
Nun war das kein wirklich untragbarer Zustand, jedoch optisch unschön. Daher fasste ich den Entschluss, Windows neu zu installieren - für Ubuntu und Xubuntu stand ja sowieso eine Neuinstallation an.
Gedacht, getan - ich gehe also auf die Herstellerseite und lade mir das Debian-Paket für mein 32-Bit Hardy Heron herunter und installiere es mir, wie ich es im Wiki beschrieben habe. Windows, Ubuntu und Xubuntu lassen sich problemlos installieren, auch die etwaigen Gasterweiterungen. Nach der Installation funktionieren bei Windows auch sofort die Gemeinsamen Ordner bzw. die Netzlaufwerke. Auch der Vollbild-Modus funktioniert wieder tadellos, mehr noch - die Auflösung lässt sich dynamisch skalieren, durch einfaches Verändern der Größe des Fensters. Dieser funktioniert nun auch bei Ubuntu und Xubuntu - ein echter Fortschritt, der die Arbeit in der jeweiligen virtuellen Umgebung stark erleichtert.
Fazit:
Die neue Version von VirtualBox unter der Regie von Sun ist ein voller Erfolg. Die Installation der Gast-Systeme verläuft problemfrei, ihr Betrieb ist performant und auch der Vollbildmodus funktioniert nun einwandfrei. Zwar ist VirtualBox kein Open Source Produkt, zumindest nicht in der Version, die ich verwende - der Einsatz ist aber auf jeden Fall empfehlenswert.
Update:
Nach dem Einspielen des Kernel-Updates, 2.6.24-17-generic, fährt Ubuntu nur noch im Low Graphics Modus hoch. Ich stelle eine geringe Auflösung ein und wähle als Grafikkarten-Treiber vboxvideo aus. Ubuntu startet und ich installiere die Gasterweiterungen erneut. Nach dem Reboot funktioniert alles wieder wie vorher.
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