Als ersten meiner Testkanditen hebe ich PCLinuxOS 2007 in der Gnome Edition auf den Prüfstand. Diese Distribution, mit Wurzeln im Mandrake-Linux, befindet sich zur Zeit auf Platz 2 der Hitliste von distrowatch.com — einer Seite, die es sich zum Ziel gemacht hat einen Überblick über den Dschungel der Linux-Distributionen zu bieten.
Geschlagen wird PCLinuxOS nur von Ubuntu, dass sein Führung auf dieser Seite ein ums andere Mal verteidigt. Mit der kommenden Version 8.04 wird meines Erachtens mal wieder ein Meilenstein geschaffen, auch wenn viele Wissende und solche, die sich dafür halten, nicht mit Kritik an der aktuellen Beta-Version sparen. Gefolgt wird PCLinuxOS übrigens von openSuSE.
Die Modalitäten des Tests sind wie immer auf dieser Seite festgehalten.
Ich starte also VirtualBox, richte sie den Bedingungen entsprechend ein und starte die Live-CD:
Im Anschluss muss ich das Tastaturlayout, die Zeitzone auswählen und die Uhrzeit einstellen. Praktisch ist das Angebot, die Uhrzeit direkt per NTP über das Internet einstellen zu können. Dieses kann im nächsten Schritt eingerichtet werden.
Die Auswahlmöglichkeiten lassen eigentlich kaum Wünsche offen. Im Anschluss zeigt sich auch schon der Anmeldebildschirm des Live-Systems.

Ein kurzer Hallo-Welt–Ping bestätigt, dass das Netzwerk eingerichtet wurde. Somit kann die Installation begonnen werden » durch Starten des Install Wizard. Auf diese Weise wird das Tool Drake Install gestartet.

Der Wizard installiert das System und zwar in einer atemraubenden Geschwindigkeit. Ich gebe dem Root sein Passwort und lege einen Benutzer » und kann das System nach nur sieben Minuten rebooten.
Wohlgemerkt fand die Installation in einer virtuellen Umgebung von einer Desktop-CD statt. Das finde ich in der Tat hitverdächtig.
Alles in allem dauert die Installation gute zehn Minuten und das System ist betriebsbereit. Das Netzwerk funktioniert, nur die Oberfläche muss noch schnell auf deutsch eingestellt werden. Ich erledige dies im PCLinuxOS Control Center, welches mich an das alte KDE-Kontrollzentrum erinnert. Sei es drum, ich finde mich schnell zurecht und nach dem erneuten Anmelden ist der Gnome-Desktop auch auf deutsch eingestellt.
Sämtliche wichtigen Programme die Gnome mit sich bringt und noch mehr sind vorhanden. Synaptic als Paketmanager bietet eine Reihe von Paketquellen für das verwendete RPM-Format an.
Ich als Mensch, der schon länger als ein Wochenende am Stück einem Gentoo-System beim Emerge zugesehen hat, bin von der Geschwindigkeit hin und weg. Das System ist einsetzbar und zwar in einem Bruchteil der Zeit, die ich benötigte, um diesen Artikel zu schreiben.
Fazit: schnell, einfach und stabil
Kommentare sind geschlossen.