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Kubuntu mit KDE 4.1 RC

Schlagwörter: KDE 4.1 RC, Kontact, kopete, Kubuntu 8.04 Hardy Heron, Plasma

Nach dem einige Zeit seit meinem let­zten Testen des KDE 4.1 ver­gan­gen, habe ich die 4er Ver­sion nun auss­chließlich auf meinem Rech­ner. Die gestrige Veröf­fentlichung des RC und mein Update auf diesen, brachte mein Sys­tem aber ziem­lich durcheinander.

Der Grund dafür war nicht der RC an sich. Dieser lief sta­bil. Prob­leme bere­it­eten Pakete, die ich zusät­zlich instal­liert hatte.

Die über die Paketver­wal­tung instal­lierten Plas­moids bewirk­ten, dass Plasma abstürzte und mir einen schwarzen Bild­schirm hin­ter­ließ. Es hab also keine Taskleiste und auch kein Menü. Einzig Cairo-Dock und Yakuake waren noch sicht­bar — eben­falls wie die darüber ges­tarteten Pro­gramme. Dies war aber nicht so schlimm. Durch die Dein­stal­la­tion des Pakets kde­plas­moids und der zuge­höri­gen Abhängigkeiten, erschien der Desk­top wieder — nur halt ohne die Plasmoide.

Schlim­mer bzw.nervender war der Umstand, dass es Schwierigkeiten bei dem Upgrade an sich gab. Das Paket libkdepim4-kde4 wollte eine andere Ver­sion des Pakets kde-icons-oxygen, bzw. been­dete sich die Instal­la­tion und ver­ab­schiedete sich mit einer Fehler­mel­dung bei diesem Paket. Da half auch ein apt-get install –f nicht mehr. Einzig die Dein­stal­la­tion aller auf libkdepim4-kde4 basieren­den Pakete brachte eine Besserung. Obwohl es gestern immer wieder Schübe ver­schieden­ster Update gab, war das richtige nicht dabei. Dieses wurde erst heute aus­geliefert. Nach der Aktu­al­isierung ließen sich auch wieder [[Kon­tact]] und Co., sowie die Plas­moide installieren.

Let­ztere laufen, seit der Instal­la­tion, eh etwas insta­bil. Das heißt, einige laufen, andere nicht. Ich erk­läre mir das mit den ver­schiede­nen QT4-Versionen, die bei KDE 4.0 und der aktuell­sten Ver­sion, ver­wen­det wer­den. Ob das den Tat­sachen entspricht, kann ich aber nicht mit Bes­timmheit sagen. Ich erachte auch das Prob­lem nicht als so wichtig, diese Dinge wer­den sich mit der Zeit schon einpegeln. Monkey

Anfangs bemän­gelte ich ja noch einige Sache, wie das Fehlen von Kon­tact, den Wirren Mix von KDE-3– und 4-Programmen und so weiter. Auf diesem Gebiet hat sich mit­tler­weile einiges getan. Zwar wer­den im /home-Verzeichnis immer noch die Ord­ner .kde und .kde4 angelegt, aber die Nutzung der Pro­gramme an sich hat sich vere­in­facht. Vorher mussten sie immer mit dem Zusatz –kde4 ges­tartet wer­den. Das fällt mit­tler­weile weg. Die aus­führbaren Dateien für KDE-4-Programme liegen nicht, wie gewohnt unter /usr/bin, son­dern unter /usr/lib/kde4/bin. Wurde ein KDE-4-Programm instal­liert, lässt es sich auch direkt mit seinem Namen aufrufen.

Beispiel:

KMail in der 3er-Version wird bei Kubuntu mit KDE 4 automa­tisch mitin­stal­liert. Dies soll den Desk­top wohl ver­voll­ständi­gen, damit er nicht ohne Mail-Client aus­geliefert wird. Jeden­falls startet der Befehl kmail besagte 3er-Version. Instal­liert man aber das Paket kmail-kde4, wird mit dem sel­ben Befehl die neue Ver­sion gestartet.

How­ever — wie gesagt, das Ganze lässt sich jetzt prak­tik­a­bel einsetzen.

Nach dem die wichtig­sten Pro­gramme portiert wur­den, fehlen nun die weniger wichti­gen. Aber auch da ist Besserung in Sicht.

Allen voran hat DigiKam seine 0.10er-Reihe auf QT4 portiert und schon die erste Beta veröf­fentlicht. K3B ist zumin­d­est angekündigt, genau wie Kon­ver­sa­tion. Der Ver­lust let­zteren Pro­gramms wiegt allerd­ings noch her­ber, da die KDE-4-Version von Kopete zwar mit­tler­weile Dateien via ICQ-Protokoll ver­schicken kann, aber das IRC-Protokoll (noch) nicht unter­stützt. Allerd­ings habe ich da [[Opera]] als voll­w­er­ti­gen Ersatz für mich entdeckt.

Abschließend bleibt mir der Blick auf die für Ende diesen Monats geplante Veröf­fentlichung der finalen Ver­sion. Damit verknüpfen sich auch zwei Hoff­nun­gen von mir. Zum einen hoffe ich, dass das Sys­tem kom­plett kom­pat­i­bel bleibt, besten­falls auch mit der automa­tis­chen Säu­berung von 3er–Altresten. Irgend­wie kann ich mir das aber nicht vorstellen. Was mich zum anderen hof­fen lässt, dass, wenn erster Fall nicht ein­tritt, eine Kubuntu-Version aus­gegeben wird, bei der dann von vorn­herein auf QT3-Software verzichtet wird. Aber auch das kann ich mir nicht gnz vorstellen.

Noch knapp zwei Wochen und ich bin in dieser Hin­sicht schlauer… Angel

Geschrieben am 16.07.2008 von Sven in Aktuelles, Linux, Prüfstand · 1 Kommentar
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