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Donnerstag, 14. August 2008 Uhr

ine der vielen Neuerungen von KDE4 ist auch die Einführung eines neuen Dokumenten-Betrachters namens Okular. Dieser basiert auf dem PDF-Betrachter KPDF, welcher für KDE3 den Standard darstellte und stellt. Allerdings fehlten dem einige Features, wie zum Beispiel die Möglichkeit, ausgefüllte Formulare abzuspeichern. Okular beherrscht dies und noch einiges mehr.

Neben dem PDF-Format kann Okular noch mit folgenden Formaten umgehen:

  • PS (Post Script)
  • ODF (Open Document Format)
  • DVI (TeX Device Independent File Format (DVI)
  • sowie Formate verschiedener E-Books

Diese Funktionalität wird durch die Installation des folgenden Paketes noch erweitert:

# sudo apt-get install okular-extra-backends-kde4

Damit lassen sich dann zusätzlich noch diese Formate anzeigen:

  • CHM (Compiled Help Modules, Hilfetexte von Microsoft)
  • TIFF (Tagged Image File Format)
  • DjVu (offene PDF-Alternative für gescannte Dokumente)

Die Änderungen optischer Natur sieht man Okular auf den ersten Blick an. Natürlich zeigt sich Okular im schicken QT4-Gewand. Die Oberfläche ist dabei dreigeteilt. Ganz links befindet sich eine Leiste, mit der man zwischen verschiedenen Sachen in der mittleren Spalte umherschalten, oder diese gänzlich ausblenden kann. In der mittleren Spalte werden Inhalt, Vorschaubilder, Rezensionen und Lesezeichen angezeigt.

Unter Ansicht » Anzeigemodus kann man nun einstellen, wie die PDF-Dokumente angezeigt werden sollen. Zum einen lässt sich eine einzelne Seite anzeigen, deren Größe man über den Zoom konfigurieren kann. Zum anderen lassen sich ebenfalls gegenüberliegende Seiten sowie eine Übersicht des Dokuments anzeigen. Das macht das Lesen vor allem beim Einsatz eines Widescreen-Monitors und bei längeren Dokumenten einfacher.

Seite mit Rezensionen Gegenüberliegende Seiten Übersicht

Funktional hat sich auch einiges getan, so wurden z.B. die oben erwähnten Lesezeichen und Rezensionen eingeführt. Unter Rezensionen kann man die Möglichkeit verstehen, dem Text Notizen hinzuzufügen oder ihn mit Marker- und anderen Hervorhebungswerzeugen zu bearbeiten. Dazu muss man mit F6 die entsprechende Werzeugleiste anzeigen lassen. Diese werden dann im Text gespeichert und können auch wieder gelöscht werden. Über die Rezensionen-Ansicht werden sie verwaltet und können auf diesem Weg auch schnell wiedergefunden werden. Auch neu und sehr komfortabel ist die Möglichkeit, dass Formulare nun direkt im (PDF-) Dokument ausgefüllt und nebst Werten gespeichert werden können. Soweit ich das beurteilen kann, ist dies einzigartig in der Open Source-Welt.

Einzig negativ ist mir aufgefallen, dass Okular bei mir nicht über den, im Netzwerk freigegebenen, Drucker drucken will. Mit OpenOffice oder Kate funktioniert der Druckvorgang allerdings. Auch das Markieren und Kopieren von Text will einfach nicht funktionieren. Bis auf diese Abstriche besticht Okular mit seinem Aussehen und auch der integrierten Funktionalität.

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