Logo

KDE 4: Okular

Schlagwörter: KDE 4.1, KDE4, Okular

ine der vie­len Neuerun­gen von KDE4 ist auch die Ein­führung eines neuen Dokumenten-Betrachters namens Oku­lar. Dieser basiert auf dem PDF-Betrachter KPDF, welcher für KDE3 den Stan­dard darstellte und stellt. Allerd­ings fehlten dem einige Fea­tures, wie zum Beispiel die Möglichkeit, aus­ge­füllte For­mu­lare abzus­pe­ich­ern. Oku­lar beherrscht dies und noch einiges mehr.

Neben dem PDF-Format kann Oku­lar noch mit fol­gen­den For­maten umgehen:

  • PS (Post Script)
  • ODF (Open Docu­ment Format)
  • DVI (TeX Device Inde­pen­dent File Format (DVI)
  • sowie For­mate ver­schiedener E-Books

Diese Funk­tion­al­ität wird durch die Instal­la­tion des fol­gen­den Paketes noch erweitert:

# sudo apt-get install okular-extra-backends-kde4

Damit lassen sich dann zusät­zlich noch diese For­mate anzeigen:

  • CHM (Compiled Help Modules, Hil­fe­texte von Microsoft)
  • TIFF (Tagged Image File Format)
  • DjVu (offene PDF-Alternative für ges­can­nte Dokumente)

Die Änderun­gen optis­cher Natur sieht man Oku­lar auf den ersten Blick an. Natür­lich zeigt sich Oku­lar im schicken QT4-Gewand. Die Ober­fläche ist dabei dreigeteilt. Ganz links befindet sich eine Leiste, mit der man zwis­chen ver­schiede­nen Sachen in der mit­tleren Spalte umher­schal­ten, oder diese gän­zlich aus­blenden kann. In der mit­tleren Spalte wer­den Inhalt, Vorschaubilder, Rezen­sio­nen und Leseze­ichen angezeigt.

Unter Ansicht » Anzeige­modus kann man nun ein­stellen, wie die PDF-Dokumente angezeigt wer­den sollen. Zum einen lässt sich eine einzelne Seite anzeigen, deren Größe man über den Zoom kon­fig­uri­eren kann. Zum anderen lassen sich eben­falls gegenüber­liegende Seiten sowie eine Übersicht des Doku­ments anzeigen. Das macht das Lesen vor allem beim Ein­satz eines Widescreen-Monitors und bei län­geren Doku­menten einfacher.

Seite mit Rezensionen Gegenüberliegende Seiten Übersicht

Funk­tional hat sich auch einiges getan, so wur­den z.B. die oben erwäh­n­ten Leseze­ichen und Rezen­sio­nen einge­führt. Unter Rezen­sio­nen kann man die Möglichkeit ver­ste­hen, dem Text Noti­zen hinzuzufü­gen oder ihn mit Marker– und anderen Her­vorhe­bungswerzeu­gen zu bear­beiten. Dazu muss man mit F6 die entsprechende Werzeu­gleiste anzeigen lassen. Diese wer­den dann im Text gespe­ichert und kön­nen auch wieder gelöscht wer­den. Über die Rezensionen-Ansicht wer­den sie ver­wal­tet und kön­nen auf diesem Weg auch schnell wiederge­fun­den wer­den. Auch neu und sehr kom­fort­a­bel ist die Möglichkeit, dass For­mu­lare nun direkt im (PDF-) Doku­ment aus­ge­füllt und nebst Werten gespe­ichert wer­den kön­nen. Soweit ich das beurteilen kann, ist dies einzi­gar­tig in der [[Open Source]]-Welt.

Einzig neg­a­tiv ist mir aufge­fallen, dass Oku­lar bei mir nicht über den, im Net­zw­erk freigegebe­nen, Drucker drucken will. Mit OpenOf­fice oder [[Kate]] funk­tion­iert der Druck­vor­gang allerd­ings. Auch das Markieren und Kopieren von Text will ein­fach nicht funk­tion­ieren. Bis auf diese Abstriche besticht Oku­lar mit seinem Ausse­hen und auch der inte­gri­erten Funktionalität.

Geschrieben am 14.08.2008 von Sven in Aktuelles, Linux · 2 Kommentare
Weder Pings noch Kommentare sind erlaubt.

2 Komentare auf “KDE 4: Okular”

  1. stefan sagt:

    Ich habe das Prob­lem , das ich nicht weiss welchen Pfad ich in den Ein­stel­lun­gen für Fire­fox set­zen muß , um PDF’s im Browser mit Oku­lar zu öffnen .

    • Sven sagt:

      Bei einer Stan­dard­instal­la­tion lautet der Pfad /usr/bin/okular. Den kannst du auch mit:
      which oku­lar
      im Ter­mi­nal her­aus­finden. Es gibt afaik kein Plu­gin für Oku­lar für den FF, d.h. Oku­lar wird das PDF nicht einge­bet­tet im Browser anzeigen, son­dern eigen­ständig geöffnet.


Diese Seite und ihr Inhalt unterliegen, sofern nicht anders gekennzeichnet, einer Creative Commons-Lizenz.
cclicense
top