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KDE 4: Lan­ce­lot K-Menü

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Vor eini­ger Zeit berich­tete ich über Plas­moids, die den KDE4-Desktop erst rich­tig zum Leben erwe­cken. Per Zufall habe ich gerade ein Plas­moid ent­deckt, das das viel­ge­rügte K-Menü von SuSE, wel­ches Ein­satz in KDE 4 fin­det, erset­zen kann.

Die Optik des stan­dard­mä­ßig ver­wen­de­ten The­mes erregte grade bei KDE-Nutzern, die nicht SuSE ein­set­zen oft­mals Kri­tik - und das trotz der Tat­sa­che, dass man eben­falls das alt-bewährte Menü ein­set­zen könnte. Na ja, es gibt halt immer wie­der Leute, die sich gegen Ände­run­gen aller Art stel­len. In sol­chen Sachen ist dann oft­mals schnel­ler geme­ckert, als mal eben recherchiert. Evil

Aber das soll hier nicht das Thema sein. Wie auch immer, allen Usern wird ein wei­te­res Menü für KDE 4.1 angeboten.

Das Plas­moid hört auf den Namen Lan­ce­lot und kann von kde-apps.org her­un­ter­ge­la­den wer­den. Auch in den Paket­quel­len des Kubuntu-Teams ist eine Ver­sion ver­füg­bar. Diese ist lei­der etwas älter, muss dafür aber auch nicht kom­pi­liert wer­den. Ich habe Lan­ce­lot mit fol­gen­dem Befehl installiert:

sudo apt-get install plasmoid-lancelot

Um es ein­zu­set­zen, öffne ich den Dia­log zum Mini­pro­gramme hin­zu­fü­gen, wähle den Ein­trag Lancelot-Starter aus und ziehe ihn an den Anfang der Kon­troll­leiste. Das Plas­moid Lancelot-Komponte bie­tet wohl die Mög­lich­keit, Pro­gramme direkt vom Desk­top zu star­ten, ist aller­dings von mir unge­tes­tet. Den Ein­trag K-Menü ent­ferne ich, da ich ja nicht zwei Menü-Einträge benötige.

Lan­ce­lot bie­tet eine geord­nete Über­sicht der Pro­gramme. Auch eine Such­funk­tion ist vor­han­den, aller­dings funk­tio­niert die etwas anders als gewohnt. Tref­fer (oder eben nicht) wer­den erst ab dem drit­ten Buch­sta­ben ange­zeigt. Die Ober­flä­che kann ich alle Rich­tun­gen ver­än­dern, so dass sie an die Größe des Inhalts oder des Moni­tors nach Belie­ben ange­passt wer­den kann. Auch das Icon kann ange­passt wer­den. Ent­we­der wählt man eines der vor­ge­ge­be­ne­nen aus, oder man setzt eine indi­vi­du­elle Gra­fik ein. Mir gefällt das ange­bo­tene blaue Icon sehr gut, so dass ich es auch gleich nutze. Die Mög­lich­keit im Start­menü auch die Anzahl der unge­le­sen E-Mails in KMail und der Online-Kontakte in Kopete. Ob man das nun wirk­lich braucht, lasse ich mal so im Raum ste­hen, ich finde aber auf jeden Fall, dass es ein net­tes Fea­ture ist. Wei­ter­hin wer­den unter Rech­ner die vor­han­de­nen Lauf­werke und Par­ti­tio­nen ange­zeigt. Unter Doku­mente fin­det man eine Liste der zuletzt geöff­ne­ten Doku­mente Grin . Ein­zi­ger Minus­punkt ist in mei­nen Augen die etwas schwer­fäl­lige Per­for­mance. Bleibt die Hoff­nung, dass dies in fol­gen­den Ver­sio­nen ver­bes­sert wird.

Lancelot Lancelot einrichten

Fazit

Lan­ce­lot ist eine gelun­gene Alter­na­tive, die einige Ver­bes­se­run­gen gegen­über dem Standard-Menü des KDE 4 mit sich bringt. Allein die Per­for­mance lässt ein wenig zu wün­schen übrig. Dies behin­dert das täg­li­che Arbei­ten mit Lan­ce­lot aber eher wenig.

Geschrieben am 15.09.2008 von Sven in Aktuelles, Linux, Prüfstand · 2 Kommentare
Weder Pings noch Kommentare sind erlaubt.

2 Komentare auf “KDE 4: Lan­ce­lot K-Menü”

  1. Ralf Klett sagt:

    Genau das habe ich gesucht!!
    Ist für mich die rich­tige Mischung aus dem alten und dem neuen K-Menü (das für mich völ­lig unbrauch­bar ist)

    Danke für den Tip

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