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KDE 4: Kopete

Schlagwörter: Kopete KDE 4

Der [[KDE|KDE´s]] Standard-Chatclient [[Kopete]] hat ein Facelift im Qt4-Stil bekom­men. Jedoch nicht nur optisch wur­den Verän­derun­gen vorgenom­men, son­dern auch funk­tional. Verän­derun­gen bedeuteten aber in diesem Fall nicht zwangsläu­fig Verbesserungen.

Da sich die neg­a­tiven Ein­drücke allerd­ings in Gren­zen hal­ten, will ich diese direkt am Anfang nennen.

Auch wenn das IRC-Protokoll nun doch schon etwas betagt ist und in vie­len Din­gen von [[Jab­ber]] beerbt wurde,  so sollte es doch nicht gle­ich ganz außen vor gelassen wer­den. Was die Ver­sion 0.12 unter KDE 3 noch kon­nte, hat man bei 0.50 aus­ges­part. Let­ztere bietet keine Möglichkeit mehr, ein IRC-Konto einzurichten. Ein­seits kön­nte man jetzt als Grund anführen, dass Kopete noch nie der per­fekte IRC-Client war. Zumal es für KDE in diesem Bere­ich übermächtige Konkur­renz namens Kon­ver­sa­tion gibt. Kon­ver­sa­tion hat nur den Nachteil, dass sein KDE4-Port noch nicht fer­tig gestellt wurde. Ander­er­seits wäre es schön, wenn man als User die Wahl gehabt hätte. Vielle­icht wird die Funk­tion­al­ität auch noch nachgeliefert. Da ich per­sön­lich eher sel­ten IRC nutze, bietet sich mir als Alter­na­tive [[Opera]] an. Dessen IRC-Client bietet mir als Gele­gen­heit­snutzer übergangsweise genü­gend Funk­tion­al­ität. Prinzip­iell benötige ich IRC auch nur für den Support-Chat, da ist Opera  ausreichend.

Kopete und Zugänge

Weitaus ner­ven­der ist die Tat­sache, dass die bekan­nte und bewährte Sprech­blase anscheinend eben­falls aus­ge­di­ent hat. Sie wurde durch einen Nachricht­en­stapel ersetzt. Die Beze­ich­nung ist dabei wörtlich gemeint. So lange kein Chat­fen­ster für den Kon­takt geöffnet wird, der einen angeschrieben hat, so lange bleibt die Benachrich­ti­gung im Vorder­grund. Als ob das nicht ner­vend genug wäre, bekommt man eine erneute Nachricht, so wird die alte Benachrich­ti­gung nicht etwa ersetzt — nein– die neue setzt sich drunter und bleibt dort auch. Dem kann nur ent­ge­gengewirkt wer­den, wenn man das Chat­fen­ster öffnet. In diesem Fall bleibt das Popup weg und nur das Kopete-Symbol in der Taskleiste blinkt bei neuen Nachrichten. Im Anfangssta­dium musste sogar das Chat­fen­ster Fokus haben, damit das Popup nicht angezeigt wird. Dies galt sogar für ver­schiedene Unter­fen­ster im Chat­fen­ster. Das wurde allerd­ings bere­inigt. Ich finde die Sprech­blase der 3er-Version nicht nur ansprechen­der, son­dern auch viel funktionaler.

Popups

Soviel in Sachen Kri­tik, natür­lich bietet Kopete auch einige Neuerun­gen und Verbesserun­gen. Abge­se­hen von der ger­ade erwäh­n­ten Benachrich­ti­gung ist das Pro­gramm optisch ein Hin­gucker. Naturgemäß bindet es sich bestens in KDE und seine Pro­gramme, wie [[Kon­tact]], ein. Der Stil des Nachricht­en­fen­sters kann wie gehabt mit Hilfe von Themes angepasst wer­den. Diese lassen sich kom­fort­a­bel direkt aus dem Pro­gramm her­aus von kde-look.org herun­ter­laden und ein­binden. Gle­iches gilt für Smilie-Themes. Let­ztere kön­nen allerd­ings auch KDE-weit über Sys­te­me­in­stel­lun­gen » All­ge­mein » Erschei­n­ungs­bild » Emoti­cons instal­liert und ver­wal­tet werden.

Eben­falls ver­bucht Kopete nun auf der Haben-Seite, dass das [[OTR]]-Modul (so nen­nen sich die Plu­g­ins) direkt inte­gri­ert ist und nicht mehr extra nachin­stal­liert wer­den muss. Erst­mals kön­nen Dateien von ICQ-Kontakten emp­fan­gen und an sie versendet wer­den. Unter­stützt wer­den übrigens auch die ICQ-Xtraz-Status.

Das Jabber-Protokoll genießt eben­falls weitest­ge­hende Unter­stützung. Neben der Möglichkeit Pri­or­itäten zu set­zen, kann man auch an MUC-Räumen teil­nehmen.  Diese wer­den als Leseze­ichen gespe­ichert und kön­nen so beim näch­sten Mal wieder genutzt wer­den. Etwaige Pass­worte wer­den gespe­ichert. Eine Verbindung zum MUC bleibt allerd­ings nur so lange beste­hen, wie das Chat­fen­ster geöffnet ist. Die jew­eilige Stim­mung kann den Jabber-Buddies eben­falls sig­nal­isiert wer­den. Einzig die Möglichkeit, bes­timmte Ressourcen zu benen­nen, fehlt.

Wer eine Vielzahl von Benutzerkon­ten sein Eigen nennt, kann diese ein­facher durch ver­schiedene Iden­titäten ver­wal­ten. Jeder Iden­tität kön­nen ver­schiedene Zugänge zugewiesen wer­den. Die Übersicht kann man sich per Mausklick in der Kon­tak­tliste anzeigen lassen. Das Kon­textmenü, dass sich beim Recht­sklick auf einen Zugang öffnet, bietet weit­ere Kon­fig­u­ra­tions­möglichkeiten und Funk­tio­nen. Diese sind jedoch vom jew­eili­gen Pro­tokoll abhängig. So lassen sich zum Beispiel die Jabber-MUC-Räume erre­ichen oder Sta­tus set­zen. Für let­ztere gibt es verbesserte Kon­fig­u­ra­tions– und Verwaltungsmöglichkeiten.

Chatfenstereinstellungen Module Status und Abwesenheitsnachrichten

Zusam­men­fassend kann man sagen, dass der neue Kopete recht gut gelun­gen ist. Abzüge gibt´s allerd­ings in der B-Note, vor allem was die Benachrich­ti­gung und den IRC-Support betrifft.

Geschrieben am 07.08.2008 von Sven in Aktuelles, Linux · 2 Kommentare
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2 Komentare auf “KDE 4: Kopete”

  1. Tony Wasserka sagt:

    Hi, auch wenn dieser Blo­gein­trag schon ein wenig älter ist, einige Hin­weise:
    1. Das IRC Pro­tokol war beim Release von KDE 4 noch nicht voll­ständig portiert, die Arbeiten daran schre­iten jedoch immer noch voran (ich hab es let­ztens aus­pro­biert, es ist immer noch ziem­lich insta­bil, aber es “funk­tion­iert”)
    2. Zu den Sprech­blasen: Sind noch nicht in KDE 4.1.3, aber in der zweiten Beta von KDE 4.2.

    Anson­sten eine sehr gute Zusam­men­fas­sung vom momen­ta­nen Sta­tus von Kopete Grin

Trackbacks/Pingbacks

  1. […] Anzeigen der Fehler­mel­dung, ver­hin­dert wurde. An Kopete stört mich jetzt lediglich, dass wohl die Sprech­blase doch nicht mehr Einzug finden wird. Das finde ich wirk­lich sehr sehr schade. Wenig­stens kon­nte ich […]


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