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KDE 4: Konqueror angetestet

Schlagwörter: KDE 4, Konqueror, Web 2.0

Obwohl ich beken­nen­der und begeis­terter [[Opera]]-Benutzer bin, greife ich doch ab und an zum [[Fire­fox]]. Das hat schlicht und ergreifend drei Gründe:

  1. Opera kommt nicht ganz mit dem WYSIWYG-Editor von [[Word­press]] zurecht. Das macht das Erstellen von Blog-Artikel schwierig bis unmöglich.
  2. Fire­fox beherrscht die Rechtschreibko­r­rek­tur während der Eingabe. Dieses Fea­ture ist ger­ade beim Ver­fassen von län­geren Blog– oder [[Wiki]]-Artikeln nicht ersetzbar.
  3. Fire­fox bietet durch Addons (HTML-Validator, Webdeveloper-Toolbar) die Möglichkeit, Pro­gram­mier­fehler etc. direkt beim Seit­e­naufruf anzuzeigen.

Doch, was hat das mit dem Kon­queror zu tun?

Nach­dem ich dem eigentlich schon lange keine echte Chance mehr eingeräumt habe, seit Erscheinen von Fire­fox, und mir das neue Lay­out und die Inte­gra­tion in [[KDE]] sehr zusagt, wollte ich dies ändern. Zudem bietet er auch die bere­its Rechtschreibko­r­rek­tur, die ich sogar besser finde, als die des Fire­fox. Daher entschloss ich mich eigentlich dazu, dem Kon­queror den Vorzug zu geben und Fire­fox ein Weile nicht zu nutzen.

Pos­i­tiv überraschten mich dabei fol­gende Dinge:

  • Plu­g­ins für [[Flash]] und [[Java-Plugin|Java]] funk­tion­ierten auf Anhieb
  • Kon­queror hat einen inte­gri­erten Werbeblocker
  • ver­schiedene Plu­g­ins wer­den in den [[Paketquellen]] angeboten
  • intel­li­gente Sitzungs– und Lesezeichenverwaltung

Allerd­ings schmälerte der Fakt, dass er sich weder über den x-Button, noch über STRG+Q ganz been­den ließ, den Anwen­dungs­genuss. Kon­queror lief immer im Hin­ter­grund weiter. Ein Prob­lem, das übrigens viele der KDE4-Programme betraf, z.B. [[Kate]] oder [[Kopete]].Überprüfen kann man das, in dem man nach dem Been­den des Pro­gramms im [[Ter­mi­nal]] fol­gen­den Befehl absetzt:

# ps fax | grep konqueror

Augen­schein­lich wurde dieses Fehlver­hal­ten aber durch das let­zte Update gefixt. Per­fekt: Just-in-Time.

So passe ich den KDE-Standardbrowser meinen Wün­schen an, importiere Leseze­ichen und teste meine eigene Seite und mein Wiki. Bis dahin ver­läuft alles wun­der­bar — abge­se­hen von den zahlre­ichen Abstürzen. Das kann aber auch an der Masse der instal­lierten Plu­g­ins liegen, die ich im Anschluss wieder ent­ferne. Zusät­zlich ist es mir ein­fach nicht möglich, Maus­gesten zuzuweisen und aus­führen zu lassen. Die entsprechen­den Ein­stel­lun­gen in Sys­tem­se­in­stel­lun­gen » Erweit­ert » Tas­tenkom­bi­na­tio­nen bleiben frucht­los. Beim näch­sten Test folgt dann die große Ent­täuschung und das Auss­chieden des Kon­querors aus der engeren Wahl der Browser, zumin­d­est derzeit.

Diesen Artikel wollte ich eigentlich mit dem Kon­queror ver­fassen, doch das ist schlichtweg nicht möglich. Augen­schein­lich kommt seine JavaScript-Engine mit Web2.0-Applikationen nicht wirk­lich zurecht:

Zunächst lädt er die grafis­che Ansicht des Worpress-Editors, ignoriere allerd­ings jegliche Inter­ak­tion. Nach­dem ich JavaScript (JS) test­weise deak­tiviere, zeige er richtiger­weise nur den Quellcode-Editor an. Nach der Re-Aktivierung von bleibt es allerd­ings auch dabei. Auch den Edi­tor im ubuntu-forum.de behan­delt er ähnlich fehlerhaft.

Konqueror und Dashboard

Dieses Ver­hal­ten ist lei­der ein absolutes No-Go und der Grund seines Auss­chei­dens. Bleibt abzuwarten, ob die Umstel­lung der HTML-Engine von KHTML auf Webkit, die für die Zukunft geplant ist, eine Besserung bringt.

Geschrieben am 06.08.2008 von Sven in Aktuelles, Linux · 2 Kommentare
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2 Komentare auf “KDE 4: Konqueror angetestet”

  1. otium sagt:

    Welche Ver­sion (Nr.?) hat­test Du im Test?

    • Sven sagt:

      Kon­queror sagt dazu: Ver­sion 4.1.00 (KDE 4.1.0). Das aktuell­ste, was das Kubuntu-Team-Repo in Sachen KDE 4.1 zu bieten hat .


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