pinsel
linie
Mittwoch, 6. August 2008 um 14:30 Uhr

Obwohl ich bekennender und begeisterter Opera-Benutzer bin, greife ich doch ab und an zum Firefox. Das hat schlicht und ergreifend drei Gründe:

  1. Opera kommt nicht ganz mit dem WYSIWYG-Editor von Wordpress zurecht. Das macht das Erstellen von Blog-Artikel schwierig bis unmöglich.
  2. Firefox beherrscht die Rechtschreibkorrektur während der Eingabe. Dieses Feature ist gerade beim Verfassen von längeren Blog- oder Wiki-Artikeln nicht ersetzbar.
  3. Firefox bietet durch Addons (HTML-Validator, Webdeveloper-Toolbar) die Möglichkeit, Programmierfehler etc. direkt beim Seitenaufruf anzuzeigen.

Doch, was hat das mit dem Konqueror zu tun?

Nachdem ich dem eigentlich schon lange keine echte Chance mehr eingeräumt habe, seit Erscheinen von Firefox, und mir das neue Layout und die Integration in KDE sehr zusagt, wollte ich dies ändern. Zudem bietet er auch die bereits Rechtschreibkorrektur, die ich sogar besser finde, als die des Firefox. Daher entschloss ich mich eigentlich dazu, dem Konqueror den Vorzug zu geben und Firefox ein Weile nicht zu nutzen.

Positiv überraschten mich dabei folgende Dinge:

  • Plugins für Flash und Java funktionierten auf Anhieb
  • Konqueror hat einen integrierten Werbeblocker
  • verschiedene Plugins werden in den Paketquellen angeboten
  • intelligente Sitzungs- und Lesezeichenverwaltung

Allerdings schmälerte der Fakt, dass er sich weder über den x-Button, noch über STRG+Q ganz beenden ließ, den Anwendungsgenuss. Konqueror lief immer im Hintergrund weiter. Ein Problem, das übrigens viele der KDE4-Programme betraf, z.B. Kate oder Kopete.Überprüfen kann man das, in dem man nach dem Beenden des Programms im Terminal folgenden Befehl absetzt:

# ps fax | grep konqueror

Augenscheinlich wurde dieses Fehlverhalten aber durch das letzte Update gefixt. Perfekt: Just-in-Time.

So passe ich den KDE-Standardbrowser meinen Wünschen an, importiere Lesezeichen und teste meine eigene Seite und mein Wiki. Bis dahin verläuft alles wunderbar - abgesehen von den zahlreichen Abstürzen. Das kann aber auch an der Masse der installierten Plugins liegen, die ich im Anschluss wieder entferne. Zusätzlich ist es mir einfach nicht möglich, Mausgesten zuzuweisen und ausführen zu lassen. Die entsprechenden Einstellungen in Systemseinstellungen » Erweitert » Tastenkombinationen bleiben fruchtlos. Beim nächsten Test folgt dann die große Enttäuschung und das Ausschieden des Konquerors aus der engeren Wahl der Browser, zumindest derzeit.

Diesen Artikel wollte ich eigentlich mit dem Konqueror verfassen, doch das ist schlichtweg nicht möglich. Augenscheinlich kommt seine JavaScript-Engine mit Web2.0-Applikationen nicht wirklich zurecht:

Zunächst lädt er die grafische Ansicht des Worpress-Editors, ignoriere allerdings jegliche Interaktion. Nachdem ich JavaScript (JS) testweise deaktiviere, zeige er richtigerweise nur den Quellcode-Editor an. Nach der Re-Aktivierung von bleibt es allerdings auch dabei. Auch den Editor im ubuntu-forum.de behandelt er ähnlich fehlerhaft.

Konqueror und Dashboard

Dieses Verhalten ist leider ein absolutes No-Go und der Grund seines Ausscheidens. Bleibt abzuwarten, ob die Umstellung der HTML-Engine von KHTML auf Webkit, die für die Zukunft geplant ist, eine Besserung bringt.

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2 Kommentare »

Kommentar von otium

Welche Version (Nr.?) hattest Du im Test?

Kommentar von Sven

Konqueror sagt dazu: Version 4.1.00 (KDE 4.1.0). Das aktuellste, was das Kubuntu-Team-Repo in Sachen KDE 4.1 zu bieten hat .

 
 
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