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Kate vs. Eclipse [UPDATE]

Schlagwörter: Anwendungsgebiete, Eclipse, Editor, Kate, Programmierung, Vergleich

Nach dem ich seit Ewigkeiten sämtliche Pro­gram­mier­ar­beiten in [[Eclipse]] oder auch kleinere Arbeiten im [[Vi]] aus­ge­führt habe, scheint es fast so, als ob ich jetzt doch langsam auf den [[KDE]]-eigenen Edi­tor Kate umsteige.

Obwohl ich immer noch von Eclipse als IDE überzeugt bin, so ist Kate doch eine ernst zunehmende Alter­na­tive. Nicht als IDE, aber als Edi­tor. Mehr als ein solcher ist ja zur Web­seit­en­pro­gram­mierung nicht notwendig und Eclipse bzw. dessen Plu­g­ins bieten in der Hin­sicht auch nicht mehr, eher weniger.

Kate ist da sehr leis­tungs­fähig und übertrifft das Plu­gin [[Eclipse#PDT|PDT-Plugin]] um einiges. So ist die Syn­taxver­voll­ständi­gung ein­fach besser und einige Plu­g­ins für Kate ergänzen dessen Leis­tung­sum­fang doch sehr.

Last but not least lässt sich Kate auch besser als Standard-Editor in App­lika­tio­nen wie Filezilla ein­binden, kann sogar direkt Dateien auf ent­fer­n­ten Rech­n­ern bear­beiten und startet auch um einiges flüs­siger als Eclipse.

Ich werde in naher Zukunft einen aus­führlichen Artikel zu Kate im Wiki veröf­fentlichen. Ich werde in naher Zukunft den Artikel im Wiki zu [[Kate]] erweit­ern und ver­voll­ständi­gen.

[UPDATE]

…oder auch: na ja, nicht ganz!

Nach dem ich mich nun doch etwas inten­siver mit Kate beschäftige, muss ich fest­stellen, dass der Edi­tor doch nicht sooo das Gelbe vom Ei ist. Ver­steht mich nicht falsch, Kate ist ein her­vor­ra­gen­der Edi­tor, aber lasst mich dazu etwas weiter ausholen.

Aus grauer Vorzeit erin­nere ich mich, dass Eclipse in der Lage war, eine Code-Vervollständigung anzu­bi­eten und auch den Syn­tax der Pro­gramme zu checken. Nach dem ich in let­zter Zeit wieder ab und an mit [[Eclipse#EPIC|Eclipse (EPIC)]] und Perl herum exper­i­men­tiert habe, fiel mir auf, dass EPIC mir eine Code-Vervollständigung anbi­etet und das PHP-Plugin [[Eclipse#PDT|PDT]] nicht mehr. Eigentlich ist mir das gar nicht mehr aufge­fallen, nur jetzt, da ich es wusste, hats mich schon gewurmt. Sämtliche Kon­fig­u­ra­tion blieb zunächst ergebnislos.

Hinzu kommt, dass ich in let­zter Zeit auf eini­gen Web­servern Verän­derun­gen ver­mehrt live vornehmen muss und so nicht, wie bei meinen eige­nen Pro­jek­ten, dies zunächst auf einem Test­server aus­pro­biere. Mit Filezilla und Kate ist das zwar nicht schwierig, aber war doch mit einer Klick-Arie ver­bun­den. Daher setze ich nun Kate begeis­tert dort ein, wo ich direkt auf dem Server arbeiten muss. Durch dessen gute Inte­gra­tion in KDE ist er auch dazu in der Lage, Dateien direkt auf Frem­drech­n­ern mit­tels FTP– oder SSH-Verbindung zu bear­beiten und zu erstellen.

Für dein Ein­satz in größeren Pro­jek­ten ist Kate allerd­ings um ein Vielfaches unüber­sichtlicher als Eclipse, trotz Ein­satz von Tabs und Datei-Browser. Auch das Syntax-Highlighting in Eclipse hebt den Code besser her­vor. Hinzu kommt, dass es mir gelun­gen ist, die Code-Vervollständigung und den Syntax-Check wieder zu aktivieren. Dazu habe ich sämtliche Pro­jekt– und andere Eclipse-Infos (.meta­data, .project, .set­tings) aus dem Pro­jek­tverze­ich­nis gelöscht und das Pro­jekt neu ein­le­sen lassen.

Kate Eclipse

Fazit:

Für kleine, schnelle Arbeiten oder das Pro­gram­mieren auf Frem­drech­n­ern eignet sich Kate her­vor­ra­gend. Bei größeren Pro­jek­ten besticht Eclipse in Leis­tung­sum­fang und Übersicht.

Geschrieben am 20.05.2008 von Sven in Aktuelles, Programmieren, Programmtipp, Prüfstand · Kommentare deaktiviert
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