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Intre­pid Ibex: Der zweite Versuch

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Der Lock­ruf des Neuen - oder wie man es auch immer nen­nen mag - schlägt wie­der zu. Nach dem geschei­ter­ten ers­ten Ver­such, auf die Beta-Version von Intre­pid Ibex umzu­stei­gen, packt mich die Neu­gier wie­der und ich will es wis­sen. Beim letz­ten Mal habe ich mein vor­han­de­nes Benut­zer­ver­zeich­nis bei­be­hal­ten, was eini­ges an Kom­pli­ka­tio­nen nach sich zog.

Das Ganze schei­terte schluss­end­lich daran, dass unter Hardy Heron zwei Kon­fi­gu­ra­ti­ons­ver­zeich­nisse für KDE-Appli­ka­tio­nen existier(t)en. Im Ver­zeich­nis .kde wurde alles gespei­chert, was auf KDE 3 basiert, unter .kde4 alle Dateien in Bezug auf KDE4-Programme. Da Intre­pid Ibex nur noch auf KDE 4 setzt, benö­tigt es auch nur ein Kon­fi­gu­ra­ti­ons­ver­zeich­nis, näm­lich .kde.

Die­ser Umstand wür­felte so eini­ges bei mir durch einander.

Dies­mal wird alles anders, wird alles neu Smile . Ich sichere meine kom­plet­ten Daten und zusätz­lich noch das gute alte Hardy, man weiß ja nie. Danach starte ich die Alter­nate Instal­la­tion von einem tages­ak­tu­el­len Image. Dies­mal lasse ich aller­dings die /home-Partition for­ma­tie­ren, alles wird neu.

Die Instal­la­tion ver­läuft wie gehabt. Da es nun keine vor­ge­fer­tig­ten Kon­fi­gu­ra­tio­nen mehr gibt, ver­hal­ten sich die Pro­gramme auch wie­der erwar­tungs­ge­mäß. Für einige Pro­gramme und Dienste nutze ich nun die gesi­cher­ten Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­teien. Was aber das Kon­tact-Paket betrifft, hier nehme ich alle Ein­stel­lun­gen neu vor. Das ist zwar ziem­lich auf­wän­dig, dafür funk­tio­niert danach aber auch alles. Kopete ist das ein­zige KDE-Programm, des­sen Kon­fi­gu­ra­tio­nen ich nutze.

Mein Fazit vom letz­ten Mal muss ich also dahin­ge­hend revi­die­ren, dass die besag­ten Pro­bleme mit den Kon­fi­gu­ra­tio­nen ver­mie­den wer­den kön­nen, wenn man sich die Mühe macht und die KDE-spezifischen (Programm-) Ein­stel­lun­gen neu vornimmt.

Ich kann aller­dings nicht so ganz nach­voll­zie­hen, warum die deut­sche Loka­li­sie­rung der (KDE-) Pro­gramme ein­fach nicht rich­tig funk­tio­nie­ren will, trotz Instal­la­tion sämt­li­cher Loka­li­sie­rung­pa­kete. Auch das Plasma-Panel zeigt ab und merk­wür­dige Frag­mente. Das sind aber alles nur Schön­heits­feh­ler, die hof­fent­lich in nächs­ter Zeit beho­ben wer­den. Zumin­dest tre­ten diese unter Hardy Heron, mit glei­cher KDE-Version (4.1.2) nicht auf. Aller­dings läuft da der kom­plette KDE 4.1.2 aus mei­ner Sicht stabiler.

Fazit

Trotz der zuletzt erwähn­ten Schwä­chen besticht Intre­pid Ibex durch eine ver­bes­serte Per­for­mance. Ebenso wurde es um einige Funk­tio­na­li­tä­ten erwei­tert, wie etwa dem KGRU­BEditor. Für man­che Pro­gramme sind auch schon neuere Ver­sio­nen ver­füg­bar, etwa GIMP 2.6.

Ein Wech­sel ist zwar kein Muss, könnte sich aber loh­nen. Es ist auf jeden Fall Vor­sicht ange­sagt, da eine Beta-Version nicht unbe­dingt zum pro­duk­ti­ven Ein­satz bestimmt ist. Wer auf sein Sys­tem ange­wie­sen und/oder Ein­stei­ger ist, sollte noch bei Hardy Heron blei­ben. Dort ist der neu­este KDE eben­falls ver­füg­bar und der läuft sub­jek­tiv auch um eini­ges stabiler.

:!: Wer aller­dings wei­ter­hin KDE 3 ein­set­zen möchte, der muss von Kubuntu Intre­pid Ibex abse­hen. Die­ses wird nur mit KDE 4 ausgeliefert. :!:

Man kann zwar die ent­spre­chen­den Pakete nach­in­stal­lie­ren, das Ganze ist dann aber schon recht frag­wür­dig. Da würde ich doch eher bei Hardy Heron bleiben.

Geschrieben am 13.10.2008 von Sven in Aktuelles, Linux, Prüfstand · Kommentare deaktiviert
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