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Intrepid Ibex: Der zweite Versuch

Schlagwörter: Kubuntu Intrepid Ibex 8.10

Der Lock­ruf des Neuen — oder wie man es auch immer nen­nen mag — schlägt wieder zu. Nach dem gescheit­erten ersten Ver­such, auf die Beta-Version von Intre­pid Ibex umzusteigen, packt mich die Neugier wieder und ich will es wis­sen. Beim let­zten Mal habe ich mein vorhan­denes [[Benutzerverze­ich­nis]] beibehal­ten, was einiges an Kom­p­lika­tio­nen nach sich zog.

Das Ganze scheit­erte schlussendlich daran, dass unter Hardy Heron zwei [[Konfigurationsverzeichnis|Konfigurationsverzeichnisse]] für [[KDE]]-Applikationen existier(t)en. Im Verze­ich­nis .kde wurde alles gespe­ichert, was auf KDE 3 basiert, unter .kde4 alle Dateien in Bezug auf KDE4-Programme. Da Intre­pid Ibex nur noch auf KDE 4 setzt, benötigt es auch nur ein Kon­fig­u­ra­tionsverze­ich­nis, näm­lich .kde.

Dieser Umstand wür­felte so einiges bei mir durch einander.

Dies­mal wird alles anders, wird alles neu Smile . Ich sichere meine kom­plet­ten Daten und zusät­zlich noch das gute alte Hardy, man weiß ja nie. Danach starte ich die [[Alter­nate Instal­la­tion]] von einem tage­sak­tuellen [[Download|Image]]. Dies­mal lasse ich allerd­ings die /home-Partition for­matieren, alles wird neu.

Die Instal­la­tion ver­läuft wie gehabt. Da es nun keine vorge­fer­tigten Kon­fig­u­ra­tio­nen mehr gibt, ver­hal­ten sich die Pro­gramme auch wieder erwartungs­gemäß. Für einige Pro­gramme und Dien­ste nutze ich nun die gesicherten Kon­fig­u­ra­tions­dateien. Was aber das [[Kontact]]-Paket bet­rifft, hier nehme ich alle Ein­stel­lun­gen neu vor. Das ist zwar ziem­lich aufwändig, dafür funk­tion­iert danach aber auch alles. [[Kopete]] ist das einzige KDE-Programm, dessen Kon­fig­u­ra­tio­nen ich nutze.

Mein Fazit vom let­zten Mal muss ich also dahinge­hend rev­i­dieren, dass die besagten Prob­leme mit den Kon­fig­u­ra­tio­nen ver­mieden wer­den kön­nen, wenn man sich die Mühe macht und die KDE-spezifischen (Programm-) Ein­stel­lun­gen neu vornimmt.

Ich kann allerd­ings nicht so ganz nachvol­lziehen, warum die deutsche Lokalisierung der (KDE-) Pro­gramme ein­fach nicht richtig funk­tion­ieren will, trotz Instal­la­tion sämtlicher Lokalisierung­pakete. Auch das Plasma-Panel zeigt ab und merk­würdige Frag­mente. Das sind aber alles nur Schön­heits­fehler, die hof­fentlich in näch­ster Zeit behoben wer­den. Zumin­d­est treten diese unter Hardy Heron, mit gle­icher KDE-Version (4.1.2) nicht auf. Allerd­ings läuft da der kom­plette KDE 4.1.2 aus meiner Sicht stabiler.

Fazit

Trotz der zuletzt erwäh­n­ten Schwächen besticht Intre­pid Ibex durch eine verbesserte Per­for­mance. Ebenso wurde es um einige Funk­tion­al­itäten erweit­ert, wie etwa dem KGRUBE­d­i­tor. Für manche Pro­gramme sind auch schon neuere Ver­sio­nen ver­füg­bar, etwa GIMP 2.6.

Ein Wech­sel ist zwar kein Muss, kön­nte sich aber lohnen. Es ist auf jeden Fall Vor­sicht ange­sagt, da eine Beta-Version nicht unbe­d­ingt zum pro­duk­tiven Ein­satz bes­timmt ist. Wer auf sein Sys­tem angewiesen und/oder Ein­steiger ist, sollte noch bei Hardy Heron bleiben. Dort ist der neueste KDE eben­falls ver­füg­bar und der läuft sub­jek­tiv auch um einiges stabiler.

:!: Wer allerd­ings weit­er­hin KDE 3 ein­set­zen möchte, der muss von Kubuntu Intre­pid Ibex abse­hen. Dieses wird nur mit KDE 4 ausgeliefert. :!:

Man kann zwar die entsprechen­den Pakete nachin­stal­lieren, das Ganze ist dann aber schon recht frag­würdig. Da würde ich doch eher bei Hardy Heron bleiben.

Geschrieben am 13.10.2008 von Sven in Aktuelles, Linux, Prüfstand · Kommentare deaktiviert
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