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Montag, 13. Oktober 2008 Uhr

Der Lockruf des Neuen - oder wie man es auch immer nennen mag - schlägt wieder zu. Nach dem gescheiterten ersten Versuch, auf die Beta-Version von Intrepid Ibex umzusteigen, packt mich die Neugier wieder und ich will es wissen. Beim letzten Mal habe ich mein vorhandenes Benutzerverzeichnis beibehalten, was einiges an Komplikationen nach sich zog.

Das Ganze scheiterte schlussendlich daran, dass unter Hardy Heron zwei Konfigurationsverzeichnisse für KDE-Applikationen existier(t)en. Im Verzeichnis .kde wurde alles gespeichert, was auf KDE 3 basiert, unter .kde4 alle Dateien in Bezug auf KDE4-Programme. Da Intrepid Ibex nur noch auf KDE 4 setzt, benötigt es auch nur ein Konfigurationsverzeichnis, nämlich .kde.

Dieser Umstand würfelte so einiges bei mir durch einander.

Diesmal wird alles anders, wird alles neu :) . Ich sichere meine kompletten Daten und zusätzlich noch das gute alte Hardy, man weiß ja nie. Danach starte ich die Alternate Installation von einem tagesaktuellen Image. Diesmal lasse ich allerdings die /home-Partition formatieren, alles wird neu.

Die Installation verläuft wie gehabt. Da es nun keine vorgefertigten Konfigurationen mehr gibt, verhalten sich die Programme auch wieder erwartungsgemäß. Für einige Programme und Dienste nutze ich nun die gesicherten Konfigurationsdateien. Was aber das Kontact-Paket betrifft, hier nehme ich alle Einstellungen neu vor. Das ist zwar ziemlich aufwändig, dafür funktioniert danach aber auch alles. Kopete ist das einzige KDE-Programm, dessen Konfigurationen ich nutze.

Mein Fazit vom letzten Mal muss ich also dahingehend revidieren, dass die besagten Probleme mit den Konfigurationen vermieden werden können, wenn man sich die Mühe macht und die KDE-spezifischen (Programm-) Einstellungen neu vornimmt.

Ich kann allerdings nicht so ganz nachvollziehen, warum die deutsche Lokalisierung der (KDE-) Programme einfach nicht richtig funktionieren will, trotz Installation sämtlicher Lokalisierungpakete. Auch das Plasma-Panel zeigt ab und merkwürdige Fragmente. Das sind aber alles nur Schönheitsfehler, die hoffentlich in nächster Zeit behoben werden. Zumindest treten diese unter Hardy Heron, mit gleicher KDE-Version (4.1.2) nicht auf. Allerdings läuft da der komplette KDE 4.1.2 aus meiner Sicht stabiler.

Fazit

Trotz der zuletzt erwähnten Schwächen besticht Intrepid Ibex durch eine verbesserte Performance. Ebenso wurde es um einige Funktionalitäten erweitert, wie etwa dem KGRUBEditor. Für manche Programme sind auch schon neuere Versionen verfügbar, etwa GIMP 2.6.

Ein Wechsel ist zwar kein Muss, könnte sich aber lohnen. Es ist auf jeden Fall Vorsicht angesagt, da eine Beta-Version nicht unbedingt zum produktiven Einsatz bestimmt ist. Wer auf sein System angewiesen und/oder Einsteiger ist, sollte noch bei Hardy Heron bleiben. Dort ist der neueste KDE ebenfalls verfügbar und der läuft subjektiv auch um einiges stabiler.

:!: Wer allerdings weiterhin KDE 3 einsetzen möchte, der muss von Kubuntu Intrepid Ibex absehen. Dieses wird nur mit KDE 4 ausgeliefert. :!:

Man kann zwar die entsprechenden Pakete nachinstallieren, das Ganze ist dann aber schon recht fragwürdig. Da würde ich doch eher bei Hardy Heron bleiben.

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